Warum ein Unternehmen eine Website haben sollte – Mehr als eine Broschüre, ein Weg zu mehr Gewinn
· Go Komura · Website-Erstellung, SEO-Optimierung, Anfrageweg-Optimierung, Webmarketing, Technisches B2B-Geschäft
Dieser Artikel ordnet die Fragen „Braucht ein Unternehmen wirklich eine Website?“ und „Führt eine Website überhaupt zu Gewinn?“ ein. Vorweg die Antwort: Eine Website ist keine bloße Broschüre, sondern eine Vertriebsgrundlage, um gefunden zu werden, zu vermitteln, was das Unternehmen macht, und zu einer Beratung zu führen.
Bei Gesprächen über Websites bleibt es oft beim Aussehen und Design, aber was wirklich zählt, kommt erst danach.
Nachdem jemand im Vertriebsgespräch den Firmennamen genannt bekommen hat, nach einer Empfehlung, nach einem Fund über die Suche – die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass die Gegenseite sich die Website ansieht. Ist dann
- unklar, was für ein Unternehmen das ist,
- unklar, was sich beauftragen lässt,
- keine Seite vorhanden, die dem eigenen Anliegen nahekommt, und
- der Grund für eine Anfrage schwach,
fällt die Gelegenheit noch vor dem eigentlichen Vertriebsgespräch weg.
Umgekehrt lässt sich das durch Vertrieb, Werbung oder Empfehlungen geweckte Interesse leichter bis zur Beratung tragen, wenn Startseite, Servicepages, Unternehmensinformationen und Anfrageweg gut organisiert sind. Eine Website führt vor allem deshalb zu Gewinn, weil sie verlorene Gelegenheiten reduziert.
Dieser Artikel ordnet auf Basis der mit Stand März 2026 verfügbaren öffentlichen Informationen von Google Search Central und Google Ads praxisnah ein, wie die Website eines Unternehmens zu Gewinn führt.123
Zielgruppe und Voraussetzungen dieses Artikels
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Zielgruppe | Entscheiderinnen und Entscheider sowie mit der Website betraute Mitarbeitende in technisch orientierten B2B-KMU. Ziel ist, selbst entscheiden zu können, ob sich eine Investition in die Website lohnt und, wenn ja, womit man beginnen sollte |
| Nicht die Zielgruppe | Unternehmen, deren Hauptgeschäft im B2C-E-Commerce oder in der Kundengewinnung für Ladengeschäfte liegt. Da sich dort die Entscheidungskriterien unterscheiden, lässt sich die in diesem Artikel vorgeschlagene Priorisierung nicht unverändert übertragen |
| Vorausgesetztes Wissen | Keines im Besonderen. Marketing-Fachbegriffe werden vorab in der folgenden Tabelle erklärt |
| Vorausgesetzte Umgebung | Unabhängig von einem bestimmten Erstellungstool oder Dienst. Ob bereits eine Website besteht oder erst eine erstellt werden soll – die Entscheidungsreihenfolge bleibt dieselbe |
In diesem Artikel verwendete Begriffe
Begriffe, die im Folgenden ohne weitere Erklärung vorkommen, werden hier vorab kurz erläutert.
| Begriff | Kurz gesagt |
|---|---|
| SEO | Abkürzung für Search Engine Optimization. Bezeichnet alle Maßnahmen, die dazu beitragen, in den Suchergebnissen leichter gefunden zu werden |
| LP | Kurz für Landingpage (landing page). Die Seite, auf der Besucherinnen und Besucher aus Werbung oder Suche zuerst landen |
| GA4 | Steht für Google Analytics 4. Ein Tool, das aufzeichnet, welche Seiten Besucher ansehen und wo sie die Website verlassen |
| Search Console | Ein kostenloses Verwaltungstool von Google. Damit lassen sich Impressionen und Klicks in den Suchergebnissen sowie der Indexierungsstatus einer Seite prüfen |
| H1 | Die oberste Überschrift einer Seite. Entspricht in HTML dem <h1>-Element und ist meist der große Satz ganz oben auf der Seite |
| Absprung | Wenn Besucherinnen und Besucher nur eine einzige Seite ansehen und die Website verlassen, ohne zu einer anderen Seite derselben Website weiterzugehen |
| Crawling | Der Vorgang, bei dem das Programm einer Suchmaschine Links folgt, um Seiten zu lesen. Seiten, die auf diesem Weg nicht erreicht werden können, erscheinen nicht in den Suchergebnissen2 |
1. Das Wichtigste zuerst
Recht grob formuliert, aber praxistauglich:
- Eine Website ist die Vertriebsgrundlage, keine Firmenbroschüre
- Sie steigert nicht nur den Umsatz, sondern reduziert auch Verschwendung im Vertrieb und in der Kundengewinnung
- Zunächst Startseite, Servicepages, Unternehmensinformationen und Anfrageweg getrennt betrachten
- Eine Struktur, die sowohl Suche als auch Empfehlungen aufnehmen kann, führt leichter zu Gewinn
Praktisch gesagt ist der Grund, eine Website zu bauen, nicht „weil man heutzutage eben eine hat“, sondern damit keine Vertriebschance verloren geht.
Visitenkartenaustausch, Empfehlungen, soziale Medien, Suchwerbung, organische Suche, Messen, Vergleichsportale. Es gibt viele Einstiegspunkte, aber danach sehen sich die meisten Menschen die Unternehmenswebsite an.
Bei dieser Prüfung zählen weniger Effekte als diese drei Punkte.
- Es ist klar, für wen und was für ein Unternehmen das ist
- Man gelangt zu einer Seite, die dem eigenen Anliegen nahekommt
- Man kann beruhigt eine Anfrage stellen
Sind diese drei Punkte erfüllt, wird die Website vom „bloß vorhandenen Schild“ zum „Eingang für Beratungen“.
2. Wie eine Website zu Gewinn führt
Es gibt grundsätzlich zwei Wege, auf denen eine Website zu Gewinn führt.
- Umsatz steigern
- Kosten senken
Die Website selbst erzeugt nicht automatisch Gewinn. Aber indem sie Reibung im Ablauf von Suche, Vergleich, Anfrage, Vertriebsgespräch und Auftrag reduziert, wirkt sie deutlich auf den Gewinn.
flowchart LR
A[Suche / Empfehlung / Visitenkarte / Werbung] --> B[Website]
B --> C{Wird vermittelt, was für ein Unternehmen das ist}
C -->|Ja| D[Servicepages / Referenzen / Unternehmensinfo]
C -->|Nein| X1[Absprung]
D --> E{Ist klar, dass hier der richtige Ansprechpartner ist}
E -->|Ja| F[Anfrage]
E -->|Nein| X2[Im Vergleich ausgeschieden]
F --> G[Vertriebsgespräch]
G --> H[Auftrag]
H --> I[Gewinn]
2.1 Der Weg zur Umsatzsteigerung
Auf der Umsatzseite wirkt vor allem dieser Ablauf.
- Der Zulauf aus Suche und Werbung steigt
- Weniger Absprünge auf der Startseite
- Die Anfragerate auf den Servicepages steigt
- Referenzen und Unternehmensinformationen erhöhen die Abschlussrate
- Ein klar vermittelter Leistungsumfang verringert Abweichungen beim Auftragswert
Besonders wichtig sind dabei weniger die Anzahl der Anfragen als die Vertriebsgesprächsquote und die Abschlussrate. Ist die Website schwach, brechen interessierte Personen vor der Anfrage ab. Ist die Rollenverteilung der Seiten dagegen klar organisiert, werden aus „nur mal schauen“-Besuchern leichter „ich frage mal an“-Besucher.
2.2 Der Weg zur Kostensenkung
Beim Blick auf den Gewinn zählt neben dem Umsatz auch die Kostenseite.
Eine gut organisierte Website reduziert Verschwendung wie:
- Vertriebsaufwand für immer wieder dieselbe Erklärung
- Bearbeitungsaufwand für Anfragen, die eigentlich nicht passen
- Neuerstellung von Angeboten, weil der Inhalt nicht ankam
- Verschwendete Werbeausgaben durch schwache LPs oder Anzeigenziele
- Hohe Akquisekosten, weil man außerhalb der Suche nach dem eigenen Namen kaum gefunden wird
Sammeln sich Artikel und wichtige Seiten an, werden sie außerdem zur Grundlage für Suchzulauf. Naheliegend ist: Google Ads, wenn es schnell gehen muss; SEO, wenn ein Vermögenswert entstehen soll, der auch in einem halben Jahr noch wirkt; beides parallel, wenn man beides möchte.
2.3 Der Zusammenhang mit dem Gewinn in Tabellenform
| Funktion der Website | Leicht verbesserbare Kennzahl | Zusammenhang mit dem Gewinn |
|---|---|---|
| Die Startseite vermittelt, was für ein Unternehmen das ist | Weniger Absprünge, höhere Erreichungsrate wichtiger Seiten | Weniger verlorene Gelegenheiten |
| Servicepages machen den Leistungsumfang klar | Anfragerate, Vertriebsgesprächsquote | Mehr Aufträge |
| Referenzen und Unternehmensinfo stärken das Vertrauen | Abschlussrate, Trefferquote im Vergleich | Bruttomargen lassen sich leichter schützen |
| Artikel und SEO steigern den Suchzulauf | Zulauf außerhalb des Markennamens, Akquisekosten | Geringere Abhängigkeit von Werbung |
| Eine gut gestaltete Anfrageseite | Formular-Absenderate | Weniger verlorene Anfragen |
| FAQ und vorab erklärte Inhalte | Vertriebsaufwand, Angebotsaufwand | Geringere Vertriebs- und Verwaltungskosten |
Kurz gesagt: Eine Website führt zu Gewinn, weil sie die Einstiegspunkte zum Umsatz vermehrt und gleichzeitig unnötige Kosten senkt.
3. Fünf Gründe, warum Unternehmen eine Website bauen sollten
3.1 In einem Satz vermitteln, was das Unternehmen macht
Der größte Grund, warum die Stärken eines Unternehmens nicht ankommen, ist seltener Informationsmangel als vielmehr fehlende Ordnung.
Packt man Geschäftsinhalt, Unternehmensvorstellung, Referenzen, Stellenausschreibungen und Neuigkeiten alle auf die Startseite, verschwimmt am Ende, „was für ein Unternehmen das ist“. Genau deshalb wird eine Website nicht nur als Ort gebraucht, an dem Informationen abgelegt werden, sondern als Ort, der die Reihenfolge schafft, in der die Gegenseite zuerst versteht, worum es geht.
3.2 Wird zum Auffangbecken für Suche, Werbung und Empfehlungen
Fehlt die Website, oder sind die wichtigen Seiten schwach, entfaltet auch die Wirkung von Suche und Werbung schwer ihre Kraft.
Google empfiehlt grundsätzlich, die Wörter, die Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich verwenden, an auffälligen Stellen wie title und main heading zu platzieren und wichtige Seiten mit crawlbaren Links miteinander zu verbinden.12
Dasselbe gilt für Werbung. Wird nur Werbung geschaltet, aber der Inhalt der Zielseite kommt nicht an, führt das zu keiner Anfrage. Die Website ist also sowohl für SEO als auch für Google Ads das Auffangbecken.
3.3 Wird im Vergleich seltener aussortiert
Auch bei Empfehlungsprojekten sieht sich die Gegenseite fast immer die Website an. Und verglichen wird dabei nicht nur das Aussehen.
- Ist der Leistungsumfang klar?
- Gibt es Referenzen oder Fallstudien?
- Sind Unternehmensinformationen und die Person an der Spitze sichtbar?
- Bleiben vor der Anfrage keine Zweifel offen?
Sind diese Materialien vorhanden, fällt man im Vergleich seltener heraus. Umgekehrt lassen Unternehmen, die zwar Empfehlungen bekommen, diese aber nicht in Aufträge umsetzen, häufig genau diese Vertrauensmaterialien auf der Website vermissen.
3.4 Senkt die Erklärungskosten im Vertrieb
Von den in 2.2 genannten Kosteneffekten ist dies der Effekt, den man am schnellsten spürt.
Sind „für welche Unternehmen das geeignet ist“, „was übernommen wird“, „wie der Ablauf ist“ und „was das Ergebnis ist“ auf der Seite geordnet dargestellt, kann die Gegenseite sich vorab informieren und dann in die Beratung gehen. Dadurch kann das erste Gespräch leichter mit einer „konkreten Beratung“ statt mit einer „Unternehmensvorstellung“ beginnen.
3.5 Erhöht die Qualität der Anfragen
Eine Website erhöht nicht nur die Anzahl der Anfragen, sondern hat auch die Aufgabe, deren Qualität zu steigern.
Schreibt man auf der Seite, welche Projekte passen, welche nicht, was häufig angefragt wird und welche Vorbereitung nötig ist, sinkt die Zahl der unpassenden Anfragen. Das wirkt sich nicht nur auf den Umsatz aus, sondern senkt auch den Vertriebs- und Angebotsaufwand.
4. Gemeinsame Merkmale von Websites, die kaum zu Gewinn führen
Fälle, in denen eine Website gebaut wird, aber nicht zu Gewinn führt, teilen gemeinsame Ursachen.
- Die Startseiten-Copy ist abstrakt, und es bleibt unklar, was für ein Unternehmen das ist
- Es gibt keine Servicepages, die Geschäftsbeschreibung ist auf einer einzigen Seite vermischt
- Entscheidungsmaterialien wie Referenzen, Unternehmensinfo und Informationen zur Geschäftsführung sind schwach
- Auf der Anfrageseite ist unklar, worüber man überhaupt anfragen darf
- Artikel existieren, aber es gibt keinen Weg zurück zu den Servicepages
- Die Messung über Search Console, GA4, Google Ads und Ähnliches ist schwach
Selbst bei gepflegtem Erscheinungsbild führt ein schwacher Nutzerpfad nicht zu Gewinn. Besonders bei B2B- und technisch orientierten Unternehmen ist die Schwierigkeit der Erklärung selbst die Herausforderung, weshalb die Rollenordnung der Seiten oft vor dem Design kommen muss.
5. Klein anfangen – womit beginnen?
Es ist nicht nötig, von Anfang an eine große Website zu bauen. Im Gegenteil: Eine kleine Zahl wichtiger Seiten sorgfältig auszuarbeiten, bringt eher Ergebnisse.
Der minimale Ausgangspunkt sind diese fünf Seiten.
-
Startseite Vermittelt kurz, für wen und was für ein Unternehmen das ist
-
Wichtigste Servicepages Machen klar, was sich beauftragen lässt und für welche Unternehmen das geeignet ist
-
Unternehmensinformationsseite Zeigt, wer und woher die Arbeit übernimmt
-
Referenz- oder Leistungsseite Zeigt, wie ähnliche Anliegen bearbeitet wurden
-
Anfrageseite Macht klar, was zu schreiben ist und was nach dem Absenden passiert
Als Grafik sieht der Zusammenhang der fünf Seiten so aus.
flowchart TD
T["Startseite<br/>Für wen und was für ein Unternehmen"]
S["Wichtigste Servicepages<br/>Was sich beauftragen lässt"]
W["Referenz-/Leistungsseite<br/>Wie ähnliche Anliegen bearbeitet wurden"]
C["Unternehmensinformationsseite<br/>Wer und woher übernimmt"]
Q["Anfrageseite<br/>Was zu schreiben ist"]
T --> S
T --> W
T --> C
S --> W
S --> Q
W --> Q
C --> Q
Die Pfeile zeigen keine Hierarchie, sondern die Reihenfolge, in der die Leserin oder der Leser Entscheidungen trifft. Auf der Startseite wird entschieden, „ist das für mich relevant“, auf der Servicepage, „lässt sich das beauftragen“, bei Referenzen und Unternehmensinfo, „kann ich das anvertrauen“ – erst dann geht es zur Anfrageseite. Fehlt eine dieser Seiten, stockt die Entscheidung genau dort.
Es ist naheliegender, zuerst in dieser Reihenfolge die Grundlage zu schaffen und dann bei Bedarf Artikel und SEO zu ergänzen. Braucht man schnell Anfragen, kombiniert man das mit Werbung; will man die langfristigen Akquisekosten senken, macht man Artikel und wichtige Seiten zu einem Vermögenswert – so lässt sich das gut einordnen.
6. Warum der Effekt bei technisch orientierten B2B-Unternehmen am größten ist
Je technischer und B2B-orientierter ein Unternehmen ist, desto größer der Unterschied, den eine Website macht.
Der Grund ist einfach: Die Leistungen sind komplex.
- Vieles sieht ähnlich aus, betrifft aber tatsächlich unterschiedliche Anliegen
- Entscheider und operativ Zuständige sind unterschiedliche Personen
- Es lässt sich nicht mit einem einzigen Satz vor Ort erklären
- Die Vergleichsphase ist lang
Bei diesem Unternehmenstyp ist es schwierig, alles allein auf der Startseite zu sagen. Genau deshalb wirkt die Rollenteilung nach Seite, wie im Schaubild aus Kapitel 5 dargestellt, direkt als Effekt. Umgekehrt gilt: Je einfacher das Angebot, desto geringer der Vorteil einer Seitentrennung, und je komplexer, desto größer der Effekt der Trennung.
Besonders bei Unternehmen, deren „Erklärung komplex ist und sich einer allgemeinen Werbeagentur schwer vermitteln lässt“, wird die Strukturierung der Website selbst zum Wert.
6.1 Beispiele für eine tatsächliche Rollenteilung
Bei der eigenen Website und bei einem Kundenauftrag wurde die Rollenteilung tatsächlich neu vorgenommen – zwei Beispiele. Lesen Sie sie nicht als Zahlen, sondern als Protokoll von „was wie getrennt wurde“.
| Fallstudie | Zustand vor der Trennung | Was getrennt wurde |
|---|---|---|
| Fallstudie: Die eigene Website auf zwei Säulen neu ausgerichtet | Startseite, Unternehmensinfo, Kurzbiografie der Geschäftsführung, technische Referenzen und Anfrage – alles wurde durchgängig als Website für Windows-Auftragsentwicklung gelesen | Die Schlagworte wurden auf „Website-Erstellung, SEO-Maßnahmen, Windows-Auftragsentwicklung“ vereinheitlicht, und die Startseite wurde mit zwei Einstiegen neu gestaltet. Für Website-Erstellung, SEO-Maßnahmen/Verbesserung des Anfrageweges und Windows-Entwicklung wurden jeweils eigene übergeordnete Seiten ergänzt |
| Fallstudie: Gesamtangebot und Anfragewege der Yokoen-Website geordnet | Beratung für Landschaftsbau-/Planungsprofis, Pflanzberatung für Privatpersonen und ein Online-Shop standen gleichrangig nebeneinander, sodass Erstbesucher schwer erkennen konnten, wo sie einsteigen sollten | Im ersten Sichtbereich wurden Geschäftsinhalt und Umfang klargestellt, mit einer ersten Weiche in „Für Profis“ und „Für Privatpersonen“. Auch die Rollen von Telefon, Formular und Shop wurden getrennt platziert |
Bei beiden ist gemeinsam, dass nicht mehr Seiten hinzugefügt wurden, sondern die Einstiege getrennt und jeweils mit einer Rolle versehen wurden.
7. Sofort behebbare Prüfpunkte
Bei der tatsächlichen Überarbeitung ist es am einfachsten, in dieser Reihenfolge zu prüfen.
- Wird im H1 der Startseite in einem Satz klar, was für ein Unternehmen das ist?
- Ist am Anfang der Servicepage klar, worüber man sich beraten lassen kann?
- Vermittelt die Unternehmensinformationsseite, wer worin gut ist?
- Ist auf der Anfrageseite klar, welche Art von Anliegen willkommen ist?
- Lässt sich vom Blog aus natürlich zur Servicepage zurückfinden?
7.1 Textbeispiele vorher/nachher
Auch wenn man von „einem Satz, der klarmacht, was für ein Unternehmen das ist“ spricht, ist der Spielraum für die Umformulierung schwer vorstellbar. Deshalb hier drei Beispiele an einem fiktiven Unternehmen. Gemeinsam ist ihnen, dass das Subjekt von „Technologie“ auf „die übernommene Arbeit“ verschoben wird.
| Stelle | Vorher | Nachher | Was sich geändert hat |
|---|---|---|---|
| H1 der Startseite | Mit fortschrittlicher Technologie neue Werte für die Gesellschaft schaffen | Wir übernehmen die Überarbeitung von Windows-Fachanwendungen und die Ursachenuntersuchung von Störungen | In einem Satz wird klar, was sich beauftragen lässt |
| Anfang der Servicepage | Wir schlagen unseren Kunden die optimale Lösung vor | Wir erweitern und beheben Fehler in laufenden Fachanwendungen, ohne den Betrieb zu unterbrechen. Auch Projekte, bei denen nur ein Teil des Quellcodes erhalten ist, übernehmen wir | Zustand und Leistungsumfang wurden konkret |
| Satz auf der Anfrageseite | Kontaktieren Sie uns gerne unverbindlich | Auch wenn Sie das Symptom kennen, aber die Ursache nicht – kein Problem. Beschreiben Sie einfach die Schritte zur Reproduktion und den Zeitpunkt des Auftretens | Klar, was zu schreiben und zu senden ist |
Der Satz vor der Überarbeitung ist weniger ein schlechter Text als vielmehr ein Problem, weil er für jedes beliebige Unternehmen passen würde. Lässt sich der eigene Firmenname durch einen anderen ersetzen, ohne dass der Sinn verloren geht, gibt es meist noch Spielraum für eine Überarbeitung.
Sind diese fünf Punkte erfüllt, wird die Website von einer „hübschen Firmenbroschüre“ zu einem „Eingang für Beratungen“.
8. Zusammenfassung
Die Website eines Unternehmens ist keine bloße Firmenbroschüre, sondern eine Vertriebsgrundlage, um gefunden, verstanden und um Rat gefragt zu werden.
Der Zusammenhang mit dem Gewinn lässt sich letztlich auf zwei Punkte reduzieren.
- Die Einstiegspunkte zum Umsatz vermehren
- Verschwendung im Vertrieb und in der Kundengewinnung reduzieren
Beim Bau einer Website zählt daher weniger das äußere Erscheinungsbild als diese drei Punkte: dass vermittelt wird, was das Unternehmen macht, dass klar wird, was sich beauftragen lässt, und dass der Weg bis zur Anfrage natürlich verläuft.
Schon allein die Überarbeitung von Startseite, wichtigsten Servicepages und Anfrageseite verändert erheblich, wie stark die Website zum Gewinn beiträgt.
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Quellen
-
Google Search Central, Search Essentials ↩ ↩2
-
Google Search Central, Link best practices for Google ↩ ↩2 ↩3
-
Google Ads Help, How ad groups work ↩
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Leistungen zu diesem Thema
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Häufige Fragen
Fragen, die in Beratungen zu diesem Artikelthema häufig gestellt werden.
- Braucht ein Unternehmen wirklich eine Website?
- Ja. Der Grund ist nicht „weil man heute eben eine hat“, sondern damit keine Vertriebschance verloren geht. Visitenkartenaustausch, Empfehlungen, soziale Medien, Suchwerbung, organische Suche – es gibt viele Einstiegspunkte, aber danach prüfen die meisten Menschen die Unternehmenswebsite. Bleibt dabei unklar, was für ein Unternehmen das ist oder was sich beauftragen lässt, fällt die Gelegenheit noch vor dem Vertriebsgespräch weg. Eine Website ist keine Firmenbroschüre, sondern eine Vertriebsgrundlage, um gefunden, verstanden und um Rat gefragt zu werden.
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