Wie man Artikel und Servicepages verbindet - Grundlagen des internen Linkdesigns

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Mehr Artikel, aber keine zusätzlichen Anfragen. Häufiger als der Artikelinhalt ist die Ursache dafür ein schwacher Weg zurück von den Artikeln zu den Servicepages.

Die Rolle interner Links geht über die reine Besucherführung hinaus. Für Leser sind sie „wo als Nächstes weiterlesen“, für Google sind sie ein Hinweis, um die Beziehung zwischen Seiten zu verstehen. Auch Google legt Wert auf crawlbare Links und Ankertext mit Kontext.1

Ein Artikelhub wie Webentwicklung und SEO von KomuraSoft existiert, um das Hin und Her zwischen Artikeln und Servicepages zu erleichtern. Mit dieser Grundlage lässt sich auch der Weg zur Website-Erstellung leichter aufbauen.

In diesem Artikel verwendete Begriffe

„Pillar-Page“ und „Artikelhub“ sind Begriffe, deren Bezeichnung je nach Autor variiert. In diesem Artikel verwenden wir sie in folgender Bedeutung.

Bezeichnung in diesem Artikel Gängige Alternativbezeichnung Bedeutung
Pillar-Page Ankerseite Die zentralste Seite, die ein ganzes Thema als Ganzes trägt. Hier steht die Erklärung, die zu diesem Thema zuerst gelesen werden soll, Details werden an untergeordnete Seiten weitergegeben
Artikelhub Hub-Seite, Themenübersicht Eine Seite, die Artikel desselben Themas sammelt und auflistet. Statt Artikel direkt untereinander zu verlinken, ordnet sie diese, indem sie sie an einem Ort zusammenführt
Servicepage Die Seite, die beschreibt, was man beauftragen kann, und als Einstieg für eine Beratung dient. Während die Pillar-Page die „Erklärung des Themas“ ist, ist dies die „Annahmestelle für Aufträge“

Pillar-Page und Artikelhub haben unterschiedliche Rollen. Die Pillar-Page ist eine Seite zum Lesen, der Artikelhub eine Seite zum Auswählen. Solange die Website noch klein ist, kann die Pillar-Page den Artikelhub gleich mit übernehmen.

Die Gesamtstruktur

Stellt man die Beziehung der drei Elemente als Diagramm dar, ergibt sich das hier.

ArtikelhubThemenübersichtArtikelbeantwortet einzelne FragenServicepagewas man beauftragen kannPillar-PageBasis für das gesamte ThemaKontaktseite

Wichtig ist nicht die Anzahl der Pfeile, sondern dass die meisten Pfeile in beide Richtungen zeigen. Stellen mit nur einer Richtung werden später zu „Sackgassen“.

Bei internen Links denkt man leicht an das Auflisten verwandter Artikel, um die Seitenaufrufe zu steigern. Das Wesentliche ist jedoch, zu vermitteln, welches Thema diese Gruppe von Seiten behandelt.

Zum Beispiel:

  • Vom Artikel zurück zur Servicepage
  • Von der Servicepage zurück zur Pillar-Page
  • Von den Unternehmensinformationen oder der Kontaktseite weiter in den Beratungsprozess

Gelingt dieses Hin und Her, wirken die Seiten nicht als Einzelstücke, sondern als thematischer Block.

2. Der Ankertext sollte die Rolle der Zielseite direkt benennen

Der häufigste Fehler bei internen Links ist die Flucht in Mehr erfahren oder hier. Dabei wird nicht klar, um welche Seite es sich beim Link handelt.

Guter Ankertext macht die Rolle der Zielseite unmittelbar klar.

Platzierung Schwaches Beispiel Gutes Beispiel
Artikeltext Mehr erfahren Ablauf der Website-Erstellung ansehen
Artikeltext dieser Artikel Zur Anfragenführung bei der Website-Erstellung beraten lassen
Servicepage Verwandte Seiten Website-Erstellung ansehen
Unternehmensinformationen Kontakt Über Kontakt beraten lassen

Google nutzt den Linktext als Hinweis, um Seiten zu verstehen. Genau deshalb kommt es besser an, den Namen der Zielseite direkt zu verwenden, wie bei Website-Erstellung.23 Google selbst beschreibt guten Ankertext als „beschreibend, angemessen knapp und sowohl für die verlinkende als auch für die verlinkte Seite relevant“ und rät, allgemeine Formulierungen wie click here zu vermeiden.1

2.1 Wie es in anderen Branchen aussieht

Damit Sie es leichter auf Ihre eigene Formulierung übertragen können, folgen Beispiele aus anderen Branchen. Dies ist ein reiner Vergleich der Formulierungen, nicht als tatsächliche Links gesetzt.

Branche Schwacher Ankertext Guter Ankertext
Anlagenhersteller Produktinformationen hier Spezifikationsliste der Förderbänder ansehen
Garten- und Landschaftsbau Referenzen Lieferreferenzen für großformatige Containerbepflanzung ansehen
Steuerkanzlei Leistungsübersicht Leistungsumfang und Honorare der steuerlichen Beratung für Unternehmen ansehen
Auftragssoftwareentwicklung Zur Detailseite Ablauf der Überarbeitung bestehender Systeme ohne Betriebsunterbrechung ansehen

Es gibt nur ein Kriterium. Wird beim isolierten Auflisten der Linktexte klar, wohin jeder Link führt? Bei einer Website, auf der nur „Mehr erfahren“ oder „Referenzen“ aneinandergereiht sind, lässt sich das an dieser Stelle nicht erkennen.

3. Drei Wege von Artikeln zurück zur Servicepage

Artikel und Servicepages sind stark verbunden, wenn sie an mindestens drei Stellen zusammenhängen.

  1. Im Artikeltext selbst
  2. Bei den verwandten Artikeln am Artikelende
  3. Bei den verwandten Artikeln auf der Servicepage

Sind diese drei vorhanden, gehen Leser nach dem Lesen des Artikels natürlich weiter. Von diesem Artikel aus ist es zum Beispiel naheliegend, zur Website-Erstellung zurückzukehren.

4. Von der Servicepage zurück zur Pillar-Page

Nicht nur Artikel, auch die Servicepage-Seite braucht einen Rückweg. Besonders wenn einzelne Leistungen und die Pillar-Page getrennt sind, ist es wichtig, zwischen ihnen hin- und herwechseln zu können.

Bei KomuraSoft positionieren wir die Website-Erstellung als den Beratungseinstieg auf der Web-Seite und verzweigen von dort aus in die Themen Umsetzung, SEO und Anfragenführung. Mit diesem Aufbau lassen sich sowohl Besucher, die über Artikel kommen, als auch solche, die über die Servicepage kommen, leicht am selben Beratungseinstieg zusammenführen.

5. Häufige Fehler

Häufige Fehler bei internen Links sehen etwa so aus.

  • Jede Seite verwendet dasselbe „Mehr erfahren“
  • Nur die Artikel verlinken, ohne dass ein Weg von den Servicepages zurückführt
  • Es gibt eine Pillar-Page, aber keinen Weg dorthin
  • Nur die Kontaktseite ist isoliert

In diesem Zustand wissen Leser nach dem Artikel nicht, wohin sie weitergehen sollen. Bei einer isolierten Seite kann das Einreichen einer Sitemap zumindest das Crawling unterstützen, doch das hilft nur dabei, Suchmaschinen die Existenz der Seite mitzuteilen, und ersetzt nicht den Weg, den Leser als Nächstes gehen sollen.4 Bei internen Links kommt es weniger auf die Anzahl an als darauf, ob ein fester Rückweg definiert ist.

6. Worauf bei der Umsetzung zu achten ist

Selbst bei richtigem Design kann eine Suchmaschine den Link je nach Umsetzung nicht verfolgen. Google stellt ausdrücklich klar, dass nur ein a-Element mit href-Attribut gecrawlt werden kann.1

Prüfen Sie deshalb bei der Umsetzung diese drei Punkte.

Zu prüfen Unbedenkliche Form Riskante Form
Art des Links a-Element mit href-Attribut Nur ein Klick-Ereignis an span oder div
Umgang mit JavaScript Auch bei dynamischem Einfügen per JavaScript entsteht am Ende ein a mit href Nur ein Routing-Attribut des Frameworks steht da, ohne href auszugeben
rel-Attribut Nur bei externen Links gesetzt, die eine Kennzeichnung brauchen, etwa Werbung oder fremde Beiträge rel="nofollow" ohne Sinn an internen Links zu wichtigen eigenen Seiten gesetzt

Das dynamische Einfügen von Links per JavaScript ist an sich kein Problem. Auch Google weist darauf hin, dass ein Crawling möglich ist, solange am Ende die oben beschriebene HTML-Form entsteht.1

Beim rel-Attribut wird folgende Unterscheidung empfohlen: sponsored für Werbung und bezahlte Platzierungen, ugc für Links aus Beiträgen und Kommentaren, und nofollow für alle übrigen Fälle, bei denen keine Assoziation gewünscht ist.5 Alle drei dienen der Kennzeichnung externer Links; soll eine eigene Seite gegenüber Suchmaschinen nicht sichtbar sein, wird stattdessen die disallow-Regel in der robots.txt empfohlen.5 Mit anderen Worten: interne Links pauschal mit nofollow zu versehen, ist als Designentscheidung von vornherein falsch.

7. Sitestruktur und Breadcrumbs

Interne Links beschränken sich nicht auf Links im Fließtext. Breadcrumbs sind ein dauerhaft eingeblendeter interner Link, der zeigt, wo eine Seite in der Sitehierarchie steht. Google erklärt, dass Breadcrumbs das Verständnis der Website und die Nutzerführung unterstützen, und dass sie sich bei Angabe als strukturierte Daten auch in den Suchergebnissen widerspiegeln können.6

Wenn Sie diese zwei Regeln einhalten, gerät das Hierarchiedesign nicht grundlegend aus der Ordnung.

  1. Pro Thema nur eine Pillar-Page. Gibt es zwei ähnliche Pillar-Pages, schwankt der Rückweg der Artikel jedes Mal.
  2. Von jedem Artikel aus in höchstens zwei Klicks zur Pillar-Page oder zur Servicepage. Das bedeutet, keinen Zustand entstehen zu lassen, in dem Artikel nur endlos zu weiteren Artikeln führen.

Googles Empfehlung betrifft dabei, Links crawlbar zu gestalten und Ankertext beschreibend zu formulieren, nicht eine Obergrenze für die Linkanzahl pro Seite.1 Statt sich eine Zahl zum Ziel zu setzen, ist es praktischer, eigene Betriebsregeln festzulegen. Zum Beispiel so:

  • Dasselbe Linkziel innerhalb eines Absatzes nicht zweimal oder häufiger verlinken
  • Links im Fließtext auf ein Maß beschränken, das den Lesefluss des Absatzes nicht unterbricht
  • Die Anzahl der verwandten Artikel am Artikelende vorab festlegen und beibehalten. Auch der Reihenfolge eine Bedeutung geben

8. Vorgehen, um dies auf die eigene Website anzuwenden

Fasst man die bisherigen Inhalte direkt in ein Arbeitsvorgehen, ergeben sich vier Schritte. Bei einer Website mit bereits einer gewissen Anzahl an Artikeln bringen schon die ersten beiden Schritte spürbare Ordnung.

8.1 Bestandsaufnahme der Artikel

Erstellen Sie zunächst nur eine einzige Tabelle. Ein aufwendiges Tool ist nicht nötig.

Spalte Was Sie eintragen
URL Adresse des Artikels
Thema Welcher Leistung er am nächsten steht. Passt keine, tragen Sie „keine“ ein
Linkziele im Text Wohin die aktuell im Text vorhandenen Links führen
Rückweg Ob ein Rückweg zur Servicepage oder Pillar-Page besteht. Falls nicht, bleibt das Feld leer

Die Zeilen mit leerem Feld „Rückweg“ sind unmittelbar die zu reparierenden Fälle.

8.2 Pillar-Page und Artikelhub festlegen

Werten Sie die Spalte „Thema“ aus, zeigen sich die Themen, zu denen sich viele Artikel häufen. Legen Sie für jedes dieser Themen eine Pillar-Page fest. Sie können dafür ohne Weiteres eine bestehende Servicepage weiterverwenden.

Gibt es dabei drei oder mehr Artikel mit dem Thema „keine“, sind das Kandidaten für eine neue Pillar-Page. Umgekehrt sollten Sie bei einem Thema mit nur einem einzigen Artikel keine eigene Pillar-Page erzwingen, sondern ihn einer bestehenden zuordnen.

8.3 Priorität der Linkplatzierung

Sie müssen nicht alles auf einmal reparieren. In der Reihenfolge der stärksten Wirkung sieht das so aus.

  1. Von stark besuchten Artikeln zur Servicepage zurückführen. Das wirkt am schnellsten
  2. Von der Servicepage zurück zum jeweiligen Artikel. Macht aus der Einbahnstraße ein Hin und Her
  3. Den Artikelhub ordnen und von dort zu den einzelnen Artikeln verlinken
  4. Pillar-Page und Servicepage gegenseitig verlinken
  5. Die restlichen Artikel der Reihe nach abarbeiten

8.4 Immer auch die Gegenrichtung schaffen

Sobald Sie bei Schritt 3 angekommen sind, tragen Sie parallel den „Rückweg“ in die Tabelle aus 8.1 ein. Bleibt es dabei, nur einseitige Links hinzuzufügen, entsteht erneut der in Kapitel 5 beschriebene Zustand, in dem nur die Artikel verlinken und kein Weg von den Servicepages zurückführt.

9. Wie man die Wirkung beurteilt

Die Wirkung interner Links lässt sich schon vor dem Ranking daran erkennen, ob die Struktur wie beabsichtigt umgesetzt ist.

Im Linkbericht der Search Console lassen sich Seiten mit vielen internen Links sowie der jeweilige Linktext einsehen.7 Hier betrachten Sie zwei Punkte:

  • Stehen Pillar-Page und Servicepage unter den Seiten mit den meisten internen Links weit oben? Wenn nicht, sind die geplanten Rückwege in Wirklichkeit nicht gesetzt
  • Bestehen die Linktexte überwiegend aus „hier“ oder „Details“?

Vergleichen Sie anschließend Impressionen und Klicks der überarbeiteten Seite vor und nach der Änderung über einen gleich langen Zeitraum. Wie stark sich das bewegt, hängt von der Größe der Website und der Wettbewerbssituation ab. Übernehmen Sie daher keine Faustregeln von anderen Unternehmen.

Zusammenfassung

Die Grundlage des internen Linkdesigns ist nicht, mehr Artikel zu schreiben, sondern das Hin und Her zwischen Artikel, Servicepage und Pillar-Page zu schaffen. Führen Sie zunächst von Webentwicklung und SEO zurück zur Website-Erstellung und verzweigen Sie bei Bedarf in eine Beratung zur Anfragenführung oder zum Artikeldesign, dann wird die Führung stabil.

Wenn sich das Linkziel eines Artikels ohne Zögern wählen lässt, wird die Website sowohl für Suchmaschinen als auch für Leser angenehmer.

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  2. Google Search Central, Build and submit a sitemap 

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Das interne Linkdesign, das Artikel mit Servicepages verbindet, ist der Kern der SEO-Arbeit, die sowohl die Suchführung als auch die Anfragenführung in Ordnung bringt.

Häufige Fragen

Fragen, die in Beratungen zu diesem Artikelthema häufig gestellt werden.

Warum führen mehr Artikel nicht zu mehr Anfragen?
Häufiger als der Inhalt der Artikel liegt die Ursache in einem schwachen Weg zurück von den Artikeln zu den Servicepages. Das Wesentliche an internen Links ist nicht, die Seitenaufrufe zu erhöhen, sondern zu vermitteln, welches Thema diese Gruppe von Seiten behandelt. Gelingt das Hin und Her vom Artikel zur Servicepage und von der Servicepage zur Pillar-Page, wirken die Seiten nicht als Einzelstücke, sondern als thematischer Block.
Wie sollte man den Ankertext für interne Links formulieren?
Formulieren Sie ihn so, dass die Rolle der Zielseite unmittelbar klar wird. Der häufigste Fehler ist die Flucht in „Mehr erfahren“ oder „hier“ — dabei wird nicht klar, um welche Seite es sich handelt. Da Google den Linktext als Hinweis zum Verständnis der Seite nutzt, kommuniziert es besser, den Namen der Zielseite direkt zu verwenden, etwa „Ablauf der Website-Erstellung ansehen“ — sowohl für Leser als auch für Suchmaschinen.
Wo sollten Artikel und Servicepages verbunden werden?
Stark ist eine Verbindung an mindestens drei Stellen: im Artikeltext selbst, bei den verwandten Artikeln am Artikelende und bei den verwandten Artikeln auf der Servicepage. Sind diese drei vorhanden, gehen Leser nach dem Lesen des Artikels natürlich weiter. Ein häufiger Fehler ist, dass nur der Artikel verlinkt, aber kein Weg von der Servicepage zurückführt.
Was sind häufige Fehler bei internen Links?
Typisch sind vier Muster: Jede Seite verwendet dasselbe „Mehr erfahren“; nur die Artikel verlinken, ohne dass ein Weg von den Servicepages zurückführt; es gibt eine Pillar-Page, aber keinen Weg dorthin; und die Kontaktseite steht isoliert da. In diesem Zustand wissen Leser nach dem Artikel nicht, wohin sie weitergehen sollen. Bei internen Links kommt es weniger auf die Anzahl an als darauf, ob ein fester Rückweg definiert ist.

Autorenprofil

Profilseite des Artikelautors.

Go Komura

Geschäftsführer von KomuraSoft LLC

Spezialisiert auf Windows-Softwareentwicklung, technische Beratung und Fehleranalyse, insbesondere bei bestehenden Systemen und schwer reproduzierbaren Störungen.

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