SEO und Google Ads für technische B2B-Websites – wie beides zusammenspielt

· · SEO, Google Ads, Web-Akquise, B2B-Marketing, Website-Betrieb

In Beratungen zu SEO und Google Ads vermischen sich häufig Fragen wie diese:

  • Sollte man zuerst SEO oder Anzeigen angehen?
  • Wächst der Suchtraffic, wenn man mehr Artikel veröffentlicht?
  • Darf man Artikel mit KI massenhaft erstellen?
  • Sollte Google Ads einfach auf die Startseite verweisen?
  • Wie teilt man sich die Arbeit zwischen Search Console und Google Ads auf?
  • Warum wachsen nur die Seitenaufrufe, obwohl man mehr Anfragen möchte?

Das lässt sich nicht einfach mit Sätzen wie SEO ist wichtig oder Anzeigen sind schneller klären. In der Praxis hängt es fast vollständig davon ab, welche Anfragen man gewinnen möchte, auf welcher Seite man sie konvertiert und was man als Conversion misst.

In diesem Artikel behandeln wir SEO und Google Ads nicht als getrennte Maßnahmen, sondern als einen Mechanismus, der dieselbe Suchnachfrage aus unterschiedlichen Blickwinkeln erschließt. Mit Blick auf eine technische B2B-Website wie KomuraSoft / comcomponent.com fassen wir ein praxisnahes Vorgehen zusammen, das sich auf die offiziellen Informationen von Google stützt.1234567

So lesen Sie diesen Artikel

Der Artikel ist lang, deshalb stellen wir vorab Einstiegspunkte nach Zielsetzung bereit.

Ziel Wo Sie lesen sollten
Nur den Gesamtüberblick erfassen Kapitel 1 und 2
Die SEO der eigenen Website verbessern Kapitel 3 (Abschnitt 3.4 zu internen Links und 3.5 zu Titel/Beschreibung wirken meist am schnellsten)
Mit Google Ads beginnen Kapitel 4 (beginnen Sie mit 4.1, der Messung)
SEO und Anzeigen miteinander verknüpfen Kapitel 5
Auf das eigene Unternehmen übertragen Kapitel 6 und 7 (Abschnitt 6.4 enthält die Schritte zur Übertragung auf Ihr Unternehmen)
Direkt heute loslegen Der 90-Tage-Plan in Kapitel 9. Es reicht, nur diesen Abschnitt zu lesen und loszulegen

In diesem Artikel verwendete Begriffe

Es fallen viele Marketingbegriffe, deshalb ordnen wir sie vorab jeweils in einem Satz ein.

Begriff Bedeutung in einem Satz
Conversion Der Abschluss einer für das Geschäft bedeutsamen Handlung. Bei einer technischen B2B-Website zum Beispiel das Absenden eines Kontaktformulars, eine Unterlagenanfrage oder eine Terminbuchung für eine Beratung. In Google Ads wird dies als Messziel eingerichtet4
LP (Landing Page) Die Seite, auf der ein Besucher von einer Anzeige oder einer Suche zuerst landet. In Google Ads müssen die Landing Page der finalen URL und die Anzeige-URL dieselbe Domain verwenden8
Quality Score Ein Diagnosewerkzeug zur Einschätzung der Anzeigenqualität. Google stellt ausdrücklich klar, dass es weder ein KPI noch ein Eingabewert für die Auktion ist9
Broad Match Die Keyword-Matchoption mit dem breitesten Anwendungsbereich. Google erklärt, dass Anzeigen dabei auch bei Suchanfragen erscheinen können, die mit dem Keyword verwandt sind, ohne dessen direkte Bedeutung zu enthalten10
Responsive Search Ads Ein Suchanzeigenformat, bei dem mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen hinterlegt werden und Google die Kombination selbst anpasst5
Smart Bidding Automatisiertes Gebotsmanagement, das auf Conversions oder Conversion-Werte optimiert. Es nutzt Signale zum Zeitpunkt der Auktion, um die Gebote zu optimieren11
Enhanced Conversions Eine Funktion, die gehashte First-Party-Daten sendet, um die Genauigkeit der Conversion-Messung zu verbessern6
Consent Mode Ein Mechanismus, der den Einwilligungsstatus der Nutzer an Google übermittelt und das Verhalten der Tags entsprechend anpasst. Er stellt keinen eigenen Einwilligungsbanner bereit7
Canonical Die repräsentative URL, wenn derselbe Inhalt unter mehreren URLs erreichbar ist. Wird sie nicht explizit angegeben, wählt Google sie automatisch aus12
MQL / SQL Marketing Qualified Lead und Sales Qualified Lead. Es sind branchenübliche Begriffe, die die Stufe, in der Marketing einen Lead als aussichtsreich einstuft, von der Stufe unterscheiden, in der Vertrieb ihn als verhandlungsreif einstuft. Es handelt sich nicht um offizielle Google-Terminologie, daher ist es sicherer, die Definitionen zunächst intern abzustimmen, bevor man sie verwendet

1. Das Wichtigste zuerst

Fassen wir die Schlussfolgerungen vorab zusammen, sieht das praktische Vorgehen ungefähr so aus.

  • SEO und Google Ads sind keine Entweder-oder-Entscheidung, sondern Wege, Suchanfragen mit unterschiedlicher Absicht getrennt voneinander zu gewinnen.
  • Bei SEO zählt nicht ein Trick für die Suchmaschine, sondern Seiten, die Menschen helfen, in einer Form, die Google finden und verstehen kann. Google selbst nennt helpful, reliable, people-first content und die Search Essentials als Grundlinie.32
  • Google kann viele Seiten automatisch entdecken, aber interne Links, Sitemaps, passende Titel, Beschreibungen, URLs und strukturierte Daten unterstützen das Auffinden und Verstehen.113141516
  • Umgekehrt passt Folgendes schlecht zusammen: Seiten über robots.txt verstecken wollen, massenhaft ähnliche Seiten erzeugen, mit KI wertarme Artikel in Serie produzieren, Titel und Beschreibung auf allen Seiten wiederverwenden.1721814
  • Das Erste, was man bei Google Ads tun sollte, ist nicht Gebotstechnik, sondern die Messung in Ordnung bringen. Auch Google selbst legt Wert auf präzise Conversion-Daten, ein solides Tagging-Fundament, Enhanced Conversions und Consent Mode.467
  • Der Betrieb von Suchanzeigen bricht seltener zusammen, wenn man ihn in dieser Reihenfolge betrachtet: Conversion-Design → Landingpage → Keywords / Suchbegriffe → Anzeigentext → Gebote.
  • Google setzt auf Smart Bidding + Broad Match + Responsive Search Ads, doch das setzt eine korrekte Conversion-Messung voraus. Weitet man dies aus, während die Messung schwach ist, verpufft es meist nur.411
  • Auf einer technischen B2B-Website ist es natürlicher, wenige, aber suchintentions-starke Anfragen zu gewinnen als breiten, oberflächlichen Traffic. Konkret ist eine Struktur stark, die Serviceseiten wie Windows-App-Entwicklung, Wartung und Umbau bestehender Windows-Software, technische Beratung / Design-Review und Bestandsnutzung / Migrationsunterstützung in den Mittelpunkt stellt und mit Fachartikeln und Fallstudien umgibt.
  • Kurz gesagt lässt es sich so einordnen: SEO baut Vermögenswerte auf, Google Ads erntet Nachfrage und testet Hypothesen.

2. Was unterscheidet SEO von Google Ads?

SEO und Google Ads können auf demselben Suchergebnisbildschirm auftauchen. Aber die Art des Betriebs unterscheidet sich deutlich.

Aspekt SEO Google Ads
Anlaufzeit Langsam Schnell
Nachhaltigkeit Baut sich leicht auf Stoppt meist mit Ende der Ausspielung
Passende Absicht Informationssuche, Vergleich, Markensuche, Problemlösung Sofortige Beratung, aktiver Vergleich, kurz vor dem Abschluss
Nötige Vermögenswerte Seitenbestand, interne Links, technisches Fundament, laufende Optimierung Messung, LPs, Keyword-Design, Anzeigentext, Betrieb
Wichtigster Erfolgsweg Nützliche Seiten vermehren und starke Themen bündeln LP und Messung auf suchintentions-starke Keywords ausrichten

Auf einer technischen B2B-Website zeigt sich dieser Unterschied besonders deutlich.

Suchanfragen wie zum Beispiel:

  • Windows-App-Entwicklung beauftragen
  • COM ActiveX Migration
  • bestehende Windows-Software umbauen
  • technische Beratung Design-Review Windows

haben zwar kein großes Suchvolumen, aber eine recht hohe Anfrageabsicht. Solche Begriffe passen gut zu Google Ads, und auch bei SEO lohnt es sich, sie rund um die Serviceseiten zu erschließen.

Auf der anderen Seite mischen sich bei Begriffen wie:

  • Was ist VBA
  • WPF WinForms Unterschied
  • Wann werden Administratorrechte benötigt
  • Media Foundation Kamera aufzählen

Menschen, die sofort auslagern wollen, mit Menschen, die nur recherchieren. Diese Gruppe lässt sich besser über SEO-Artikel gewinnen, von denen aus man dann natürlich zur Serviceseite oder zur Anfrage weiterleitet.

Verhandlungsnahe Suchanfragen auch über Anzeigen gewinnen, und die umliegende Lern- und Vergleichsnachfrage über SEO abdecken. Diese Rollenverteilung ist am realistischsten.

3. SEO-Best-Practices

3.1 Zuerst „für Menschen“ denken, nicht „für Suchmaschinen“

Die Grundlinie von Google Search Central ist ziemlich klar. Googles automatische Ranking-Systeme sind darauf ausgelegt, hilfreiche, vertrauenswürdige, für Menschen erstellte Informationen zu bevorzugen.3

Auch die Search Essentials besagen, dass Nutzer täuschen oder Rankings unnatürlich manipulieren unter die Spam-Richtlinien fällt.2

Aus dieser Grundlage heraus muss man bei SEO zunächst Folgendes festlegen.

  1. Für wen und für welche Situation ist diese Seite gedacht?
  2. Was möchte diese Person zum Zeitpunkt der Suche wissen oder tun?
  3. Was soll sie als Nächstes tun, nachdem sie diese Seite gelesen hat?

Bleibt das vage, häufen sich:

  • Seiten, die nur mit Keywords vollgestopft sind
  • Artikel, deren Zweck unklar bleibt
  • Artikel, die zwar Suchtraffic bringen, aber nie zu Anfragen führen

Gerade bei technischen Websites ist es stärker, sich auf konkrete Probleme zu konzentrieren statt auf breite Allgemeinplätze.

Statt etwa breit riesige Themen wie

  • „Was ist Windows-Entwicklung“
  • „Was ist C#“

zu streifen, sind Themen mit einem klaren Suchgrund, wie

  • „Wann werden unter Windows tatsächlich Administratorrechte benötigt“
  • „Wird VBA künftig unbrauchbar“
  • „Wie man mit Media Foundation Bilder von einer Kamera abruft“

sowohl für SEO als auch für den Weg zur Anfrage einfacher zu bearbeiten.

3.2 Artikel mit KI massenhaft zu erstellen ist nicht die Lösung

Google lehnt den Einsatz generativer KI nicht pauschal ab. Gleichzeitig macht es ausdrücklich klar, dass massenhaft erzeugter Content ohne Mehrwert unter dem Aspekt des Scaled Content Abuse gegen die Spam-Richtlinien verstoßen kann.18

Diese Grenze sollte man in der Praxis nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Setzt man KI ein, eignet sie sich für:

  • das Ordnen von Gliederungsentwürfen
  • das Herausarbeiten von Vergleichsachsen
  • das Erstellen von Entwürfen
  • das Verdichten / Ausformulieren von Formulierungen
  • das Extrahieren von FAQ-Kandidaten

Ohne Folgendes bleibt sie aber schwach:

  • die eigene fachliche Einschätzung
  • Streitpunkte, die in echten Projekten häufig auftreten
  • Fehlermuster
  • konkrete Rahmenbedingungen
  • wem eine Beratung passt und wem nicht

Mit anderen Worten: Wenn man KI einsetzt, dann um den Aufwand für den Text zu senken – nicht als Ersatz für Mehrwert.

3.3 Die Rollen der Seiten trennen

Websites, bei denen SEO wenig Wirkung zeigt, vermischen häufig die Rollen ihrer Seiten. Bei einer technischen B2B-Website lohnt es sich, mindestens diese vier Ebenen zu trennen.

Stellt man Rollen und Nutzerführung als Grafik dar, ergibt sich dieses Bild. Die Serviceseite steht in der Mitte, umgeben von Artikeln und Fallstudien.

Suche mit Lern-/VergleichsabsichtBeispiel: Unterschied WPF und WinFormsFachartikelschafft den SucheinstiegSuche mit der Absicht,einen Ansprechpartner zu findenBeispiel: bestehende Windows-Software umbauenServiceseiteHauptrolle bei der AnfragegewinnungGoogle AdsFallstudienseiteBeleg, dass es wirklich umsetzbar istAnfrage / Unternehmensinfobaut die letzten Zweifel ab

Die Pfeilrichtung ist entscheidend. Artikel führen zu Fallstudien und zur Serviceseite, Fallstudien führen zur Serviceseite und zur Anfrage. Führt man dagegen hauptsächlich von der Serviceseite zurück zu Artikeln, schickt man Besucher, die eigentlich mit Beratungsabsicht gekommen sind, zurück in die reine Informationssuche.

1. Serviceseite

Die Hauptseite bei der Gewinnung von Anfragen.

Beispiele:

  • Windows-App-Entwicklung
  • Technische Beratung / Design-Review
  • Wartung und Umbau bestehender Windows-Software
  • Bestandsnutzung / Migrationsunterstützung

Hier macht man deutlich, was man unterstützt, für wen es passt, wie das Vorgehen abläuft und mit welchen Projekten es sich gut verträgt.

2. Fallstudienseite

Der Beleg dafür, ob „dieses Unternehmen das wirklich durchziehen kann“.

Es wirkt stark, wenn man zeigen kann:

  • welchen Hintergrund es gab
  • was schwierig war
  • was erhalten und was verändert wurde
  • wie es ausgegangen ist

3. Fachartikel

Der Einstiegspunkt für Suchtraffic. Allerdings sollten sie sich nicht um Artikel für Seitenaufrufe drehen, sondern um Artikel nahe an künftigen Beratungsthemen.

4. Anfrage / Unternehmensinfo

Die Seite, die die letzten Zweifel abbaut. Klarheit über echten Namen, Standort, Leistungsumfang, den Einstiegspunkt für eine Anfrage und die für die Beratung nötigen Angaben erleichtert die Conversion.

Google erklärt, dass es Links als Mittel zur Seitenerkennung und als Hinweis auf Relevanz nutzt.19

Ein Fachartikel ist also nicht fertig, sobald er geschrieben ist – man muss einen Fluss aufbauen:

  • Link zur übergeordneten Serviceseite
  • Link zu verwandten Fallstudien
  • Link zu verwandten Vergleichsartikeln
  • am Ende Verbindung zur Anfrage oder zu verwandten Services

Es reicht aber nicht, einfach mehr Links zu setzen. Wichtig ist, einen Ankertext, der erkennen lässt, wohin es geht, natürlich in den Kontext einzubetten.19

Statt nur „hier“ oder „mehr dazu hier“ sind Links stärker, deren Ziel erkennbar ist, wie zum Beispiel:

  • Wartung und Umbau bestehender Windows-Software
  • Technische Beratung / Design-Review
  • stufenweise Migration bestehender Systeme einschließlich COM / ActiveX

3.5 Titel, Meta-Description und URL nicht auf die leichte Schulter nehmen

Google erstellt Titellinks automatisch, zieht dabei aber mehrere Quellen heran, darunter das <title>-Element, und empfiehlt, jeder Seite einen klaren, prägnanten Titel zu geben.13

Auch wenn Snippets oft automatisch aus dem Seiteninhalt erzeugt werden, kann die Meta-Description verwendet werden, wenn sie die Seite genauer beschreibt. Darüber hinaus empfiehlt Google, jeder Seite eine eigene Beschreibung zu geben.14

Auch bei der URL empfiehlt Google eine verständliche, logische, für Menschen nachvollziehbare Struktur und rät, beschreibende Wörter zu verwenden, die Sprache der Zielgruppe zu nutzen, Wörter mit Bindestrichen zu trennen und unnötige Parameter zu reduzieren.20

In der Praxis macht es bereits einen echten Unterschied, folgende Punkte einzuhalten:

  • jeder Seite einen eigenen Titel geben
  • den Titel so gestalten, dass sofort klar ist, worum es geht
  • die Meta-Description seitenspezifisch machen
  • URLs lesbar halten
  • denselben Inhalt nicht unter mehreren URLs ausliefern

Gerade im Blog führt es zu Verwirrung – sowohl in den Suchergebnissen als auch auf der Website selbst –, wenn Artikeltitel, H1, Meta-Description und Listentitel leicht voneinander abweichen.

3.6 Doppelte URLs und Canonicals nicht unbeachtet lassen

Ist derselbe Inhalt unter mehreren URLs erreichbar, wählt Google eine repräsentative URL als Canonical aus. Legt man die Canonical nicht selbst fest, entscheidet Google automatisch.12

Zustände wie:

  • /seite
  • /seite/
  • ?utm_source=...
  • unterschiedliche Sortierungen oder Filter
  • Groß-/Kleinschreibungsunterschiede
  • gemischte Nutzung von HTTP/HTTPS oder www/ohne www

wirken sich also unbemerkt aus, Schritt für Schritt.

Grundlegend ist es, sowohl interne Links als auch die Sitemap auf die URL zu vereinheitlichen, die man als Canonical haben möchte.1215

3.7 Sitemap und robots.txt korrekt einsetzen

Google kann viele Websites automatisch entdecken, aber eine Sitemap ist ein Hinweis darauf, „welche URL als kanonisch gelten soll“. Übermittelt man sie über die Search Console, lässt sich zudem leichter einsehen, wann der Googlebot die Sitemap gelesen hat und ob Verarbeitungsfehler aufgetreten sind.115

robots.txt hingegen ist ein Mechanismus zur Steuerung des Crawlingskein Mechanismus, um Seiten aus den Suchergebnissen zu entfernen. Auch Google selbst erklärt, dass man für Seiten, die nicht in den Suchergebnissen erscheinen sollen, noindex oder einen Passwortschutz verwenden sollte.17

Das wird ziemlich häufig missverstanden.

  • Nicht gecrawlt werden soll → robots.txt
  • Nicht in den Suchergebnissen erscheinen sollnoindex / Authentifizierung
  • Nur ein Teil des Snippets gesteuert werden sollnosnippet / data-nosnippet / max-snippet

So lässt sich das trennen.1421

3.8 Mobil und Ladegeschwindigkeit sind kein „separates Thema“

Google nutzt das Mobile-First-Indexing und stützt Indexierung und Ranking auf den Inhalt der mobilen Version. Zudem empfiehlt es responsives Design.22

Zu prüfen ist nicht nur, ob etwas „auf dem Smartphone sichtbar“ ist, sondern:

  • ob der Hauptinhalt auch mobil vorhanden ist
  • ob Desktop- und Mobilinhalt weitgehend gleichwertig sind
  • ob die mobile Version nicht auf noindex gesetzt ist
  • ob der Hauptinhalt nicht erst nach einer Nutzerinteraktion erscheint
  • ob Bilder, strukturierte Daten, Titel und Beschreibung auch mobil vorhanden sind

22

Google ordnet Core Web Vitals zudem als Kennzahlen für die reale Nutzererfahrung ein und empfiehlt nachdrücklich, gute Werte zu erreichen.23

Statt die Geschwindigkeit nur für SEO zu verbessern, ist es praxisnäher, sie als Fundament zu sehen, das sowohl bei Anzeigen als auch bei der organischen Suche Absprünge verringert.

3.9 Strukturierte Daten sind kein „Zaubertrick“, lohnen sich aber

Google erklärt, dass es strukturierte Daten zum Verständnis von Seiten und für Rich Results nutzt. Allerdings macht es auch ausdrücklich klar, dass korrektes Markup keine garantierte Anzeige bedeutet.1624

Strukturierte Daten sind also nicht schreiben und gewinnen, sondern es kommt darauf an, die richtigen Dinge korrekt zu schreiben.

Für eine technische B2B-Website kommen mindestens diese infrage.

  • Organization Firmenname, Logo, URL, Kontaktinformationen, soziale Netzwerke und Ähnliches25
  • Article Titel, Autor, Datum, Bilder und Ähnliches für Blogartikel26
  • LocalBusiness Wenn ein realer Standort und Öffnungszeiten im Vordergrund stehen sollen27

Die Vorsichtsmaßnahmen sind hier klar.

  • Übereinstimmung mit dem sichtbaren Inhalt der Seite herstellen
  • keine leeren Seiten oder versteckten Inhalte auszeichnen
  • mit dem Rich-Results-Test und der URL-Prüfung kontrollieren
  • verstehen, dass strukturierte Daten nur infrage kommen (eligible) lassen, aber keine Anzeige garantieren

3.10 In der Search Console nachsehen und daraus die nächste Seite ableiten

Google erklärt, dass sich im Leistungsbericht der Search Console Suchanfragen, Seiten und Länder mit Impressionen und Klicks einsehen lassen.28

SEO wirkt weniger unmittelbar nach dem Schreiben als vielmehr dadurch, dass man anhand der eingehenden Daten nachbessert.

Besonders lohnt sich der Blick auf:

  • Seiten mit vielen Impressionen, aber niedriger Klickrate → Verdacht auf eine Abweichung bei Titel / Description / Intention
  • Seiten mit Klicks, die aber nicht näher an eine Anfrage heranführen → Verdacht bei CTA und internen Links
  • Seiten, bei denen verwandte Suchanfragen zunehmen → Folge- oder Vergleichsartikel veröffentlichen
  • wichtige Serviceseiten mit nur wenigen Impressionen → durch interne Links, Fallstudien und umliegende Artikel stärken

Ab wie viel Prozent gilt eine „niedrige Klickrate“?

Hier taucht immer diese Frage auf.

Ehrlich gesagt: Einen absoluten Schwellenwert, der branchen- und suchbegriffsübergreifend gilt, veröffentlicht Google nicht. Bei derselben CTR von 3 % ist der Wert bei einer durchschnittlichen Position 1 eindeutig niedrig, bei Position 9 dagegen eher üblich. Legt man von außen mitgebrachte Benchmarks an, führt das meist zu einer Fehldiagnose.

Praktikabler ist es stattdessen, innerhalb der eigenen Website relativ zu vergleichen und daraus eine Referenzlinie zu bilden. Der Leistungsbericht der Search Console kann Impressionen, Klicks, CTR und durchschnittliche Position gleichzeitig nach Suchanfrage oder Seite anzeigen.28

Konkret öffnet man im linken Menü unter „Leistung“ die „Suchergebnisse“, fügt oben bei den Kennzahlkarten „durchschnittliche CTR“ und „durchschnittliche Position“ zur Anzeige hinzu und betrachtet dann unten den Tab „Seiten“. Das Vorgehen ist wie folgt.

  1. Den Zeitraum auf etwa drei Monate ausweiten und sich nur auf Seiten mit einer gewissen Mindestanzahl an Impressionen beschränken (bei wenigen Impressionen schwankt die CTR leicht stark)
  2. Gruppen nach durchschnittlicher Position bilden (Position 1–3, 4–10, ab 11 usw.)
  3. Innerhalb derselben Positionsgruppe den Median der eigenen CTR ermitteln
  4. Seiten, die diesen Median deutlich unterschreiten, als „niedrig“ einstufen und untersuchen

Entscheidend ist die Aufteilung in Positionsgruppen. Lässt man das aus, hält man Seiten, die „wegen der niedrigen Position auch eine niedrige CTR haben“, fälschlich für ein Titelproblem.

Dieselbe Denkweise lässt sich auch umgekehrt anwenden. Wenn „eine Seite viele Impressionen hat, aber zu keiner der eigenen Serviceseiten führt“, liegt das Problem bei den internen Links. Es kann schneller sein, zuerst zu prüfen, wohin man von dieser Seite aus als Nächstes gelangt, als sich zuerst die CTR-Zahlen anzusehen.

3.11 Auch im Zeitalter von AI Overviews / AI Mode ändert sich im Kern nichts

Auch Googles neueste Anleitung besagt, dass für das Erscheinen in AI Features kein spezielles Schema und keine eigene Optimierung nötig sind – die bestehenden SEO-Best-Practices bleiben ausschlaggebend.21

Im KI-Zeitalter muss man nicht:

  • geheimnisvolle KI-Tags hinzufügen
  • separate Dateien für KI erstellen
  • unnatürliche Texte schreiben, die nur auf KI-Zusammenfassungen zielen

Vielmehr geht Googles Erklärung in die andere Richtung und empfiehlt Grundlegendes:

  • das Crawling zulassen
  • Seiten über interne Links auffindbar machen
  • wichtige Inhalte als Text vorhalten
  • die Page Experience in Ordnung bringen
  • strukturierte Daten mit dem sichtbaren Text übereinstimmen lassen

21

Auch Traffic aus AI Features fließt in die Gesamtdaten der Search Console ein.21 Statt die Herangehensweise an SEO grundlegend zu ändern, ist es also naheliegender, Seiten zu bauen, die über die gesamte Suche hinweg nützlich sind.

Kernpunkte aus Kapitel 3

  • Erst festlegen, für wen und für welche Situation eine Seite gedacht ist, bevor man schreibt. Bleibt das vage, erreicht eine Seite selbst mit Traffic keine Anfragen
  • KI dient dazu, den Aufwand für den Text zu senken – nicht als Ersatz für Mehrwert
  • Die Seitenrollen in die vier Ebenen Service / Fallstudie / Artikel / Anfrage trennen und von Artikeln zu Fallstudien und Services führen
  • Interne Links nicht mit „hier“, sondern mit Ankertext setzen, der das Ziel erkennen lässt
  • Titel, Meta-Description, URL und Canonical seitenspezifisch gestalten
  • Anhand der eingehenden Daten nachbessern. Ob eine CTR hoch oder niedrig ist, entscheidet nicht ein externer Schwellenwert, sondern der Vergleich mit dem Median innerhalb derselben Positionsgruppe

4. Google-Ads-Best-Practices

4.1 Zuerst kommt nicht „die Anzeige“, sondern „die Messung“

Auch im offiziellen Leitfaden von Google Ads liegt der erste Schwerpunkt darauf, automatisiertes Gebotsmanagement auf Basis präziser Conversion-Daten laufen zu lassen.411

Eine Conversion ist hier bei einer technischen B2B-Website kein bloßer Pageview.

Zum Beispiel:

  • Absenden eines Kontaktformulars
  • Unterlagenanfrage
  • Terminbuchung für eine Beratung
  • Telefonanruf
  • Vereinbarung eines Erstgesprächs
  • Erreichen von MQL / SQL
  • Offline-Conversion mit Auftragspotenzial

Man muss also für das Geschäft bedeutsame Handlungen als Ziel setzen.

Darüber hinaus empfiehlt Google für das Messfundament ausdrücklich:

  • ein solides Tagging-Fundament
  • Enhanced Conversions
  • Consent Mode
  • das Übermitteln des Conversion-Werts
  • die eigene Source of Truth in Google Ads einzubinden

467

Im Ergebnis lautet das Fundament des Anzeigenbetriebs:

Sind die Tags korrekt eingebunden? Stimmt das mit dem Consent-Management überein? Wird tatsächlich die gewünschte Conversion gemessen?

Bleibt das schwach, bringt es wenig, nur an Keywords oder Geboten zu drehen.

Google beschreibt Enhanced Conversions als eine Funktion, die die Messgenauigkeit verbessert und stärkeres Bidding ermöglicht. Dabei werden First-Party-Kundendaten wie E-Mail-Adressen gehasht übermittelt.6

Consent Mode wiederum wird beschrieben als ein Mechanismus, der den Einwilligungsstatus der Nutzer an Google übermittelt und das Verhalten der Tags entsprechend anpasst. Consent Mode selbst stellt keinen Einwilligungsbanner bereit – es arbeitet mit dem eigenen Banner bzw. der eigenen CMP zusammen.7

In der Praxis werden diese beiden Punkte oft als „nur für Großunternehmen“ eingestuft und aufgeschoben. Tatsächlich ist es aber eher umgekehrt: Je kleiner das Konto, desto wichtiger ist es, beobachtbare Daten sorgfältig aufzubauen.

4.3 Vor den Keywords die Landingpage festlegen

Google Ads wirkt wie ein Keyword-Thema, doch tatsächlich kommt zuerst die Frage, welche Suchintention man auf welche Seite lenkt.

Auch Google macht die Landingpage-Erfahrung zu einem Bestandteil des Quality Score und erklärt, dass Nützlichkeit, Relevanz und Navigation der Seite eine Rolle spielen. Zudem müssen die Landingpage der finalen URL und die Anzeige-URL dieselbe Domain verwenden.89

Auf einer technischen B2B-Website sollte man deshalb zunächst Folgendes festlegen:

  • Wohin schickt man jemanden, der Windows-App-Entwicklung sucht?
  • Wohin schickt man jemanden, der Umbau bestehender Windows-Software sucht?
  • Wohin schickt man jemanden, der technische Beratung / Design-Review sucht?
  • Wohin schickt man jemanden, der COM / ActiveX Migration sucht?

Schaltet man Anzeigen, ohne das festgelegt zu haben, landet meist alles auf der Startseite. Und diese Struktur ist ziemlich schwach.

4.4 Anzeigengruppen nach „Suchintention“ und „LP“ trennen

Sowohl eine zu feine als auch eine zu grobe Aufteilung sind ungünstig. Für technisches B2B ist eine Trennung handhabbar, die Intention und LP aufeinander abstimmt:

  • Windows-App-Entwicklung
  • Umbau bestehender Software
  • Technische Beratung / Design-Review
  • Bestandsmigration

Der Vorteil dieser Trennung ist, dass Folgendes zueinander passt:

  • Suchbegriffe
  • Anzeigentext
  • LP-Überschriften
  • Fallstudien
  • der Anfrage-CTA

Packt man dagegen alles in eine Anzeigengruppe –

  • Windows-App-Entwicklung
  • COM-Migration
  • Fehlerdiagnose
  • VBA-Anbindung
  • Industriekameras

– wird nicht mehr erkennbar, was tatsächlich gewirkt hat.

4.5 Ein einzelner Responsive Search Ad „nur zum Ausfüllen“ ist schwach

Google nennt es als Best Practice, in jeder Anzeigengruppe mindestens einen Responsive Search Ad mit der Anzeigenstärke „Gut“ oder „Ausgezeichnet“ zu platzieren.5

Ziel ist dabei aber nicht, einfach nur die Anzahl der Anzeigentitel zu füllen.

Für technisches B2B lohnt es sich, Variationen entlang folgender Achsen zu erstellen:

  • Für wen Beispiel: Für den Umbau bestehender Windows-Software
  • Was gelöst wird Beispiel: Stufenweise Migration ohne kompletten Neubau
  • Worin die Stärke liegt Beispiel: Unterstützt COM / ActiveX / 32-Bit / 64-Bit
  • Wie man vorgeht Beispiel: Beratung startet mit der Klärung des Designs
  • CTA Beispiel: Hier zur technischen Beratung

Der Anzeigentext sollte sich nicht auf das Umformulieren des Suchbegriffs beschränken, sondern als verdichtete Version des Grundes für eine Beratung verfasst werden.

4.6 Smart Bidding ist stark, aber riskant, wenn man die Voraussetzungen ignoriert

Google beschreibt Smart Bidding als automatisiertes Gebotsmanagement, das auf Conversions oder Conversion-Werte optimiert, und nutzt dabei Signale zum Auktionszeitpunkt.11

Auch Googles Best Practices für die Kontoeinrichtung empfehlen die Kombination aus Broad Match, Smart Bidding und Responsive Search Ads.4

Wichtig ist hier jedoch die Reihenfolge.

  • Die Conversion-Definition ist unpräzise
  • Die Tags sind defekt
  • Die LP ist schwach
  • Die Qualität der Anfragen ist niedrig
  • Es ist nicht festgelegt, was als Wert gilt

Setzt man in diesem Zustand Broad Match breit ein, verstärkt man die Automatisierung mit schlechtem Lernmaterial.

Realistisch betrachtet bricht diese Reihenfolge seltener zusammen:

  1. Conversions definieren
  2. Tags und Consent Mode in Ordnung bringen
  3. LP in Ordnung bringen
  4. Kampagnen mit suchintentions-starken Themen starten
  5. Ausschuss anhand der Suchbegriffe entfernen
  6. erst dann die Automatisierung verstärken

4.7 Den Suchbegriffsbericht unbedingt ansehen

Google beschreibt den Suchbegriffsbericht als einen Bericht, der die tatsächlichen Suchbegriffe zeigt, die Anzeigen ausgelöst haben, sowie deren Ergebnisse. Zudem liefere er auch Ideen zur Verbesserung von Creatives und Landingpages.29

Das ist ein zentraler Punkt im Anzeigenbetrieb.

Der Blick in diesen Bericht zeigt:

  • Ob man bei den beabsichtigten Suchanfragen erscheint
  • Ob man bei unpassenden Suchanfragen erscheint
  • Ob der LP-Wortlaut von der Suchintention abweicht
  • Ob sich ein neues Thema abgrenzen lässt

Auch die Search-Terms-Insights fassen Begriffe nach Thema und Unterthema zusammen und eignen sich daher gut dafür, Nachfragebündel zu erkennen.29

Anzeigen sind also nicht nur ein Akquisekanal, sondern auch ein Instrument zur Nachfrageforschung.

4.8 Quality Score als „Diagnose“ nutzen

Google beschreibt den Quality Score als ein Diagnosewerkzeug zur Einschätzung der Anzeigenqualität und macht ausdrücklich klar, dass er weder ein KPI noch ein Eingabewert für die Auktion ist.9

Diese Einordnung wird leicht übersehen, ist aber wichtig.

Es lohnt sich, den Quality Score anzusehen. Der Sinn liegt aber darin, die Richtung der Verbesserung zu erkennen.

Zu beachten sind vor allem:

  • die erwartete CTR
  • die Anzeigenrelevanz
  • die Landingpage-Erfahrung

9

Statt dem Quality Score selbst hinterherzulaufen, ist es naheliegender, ihn als Hilfsinformation zu nutzen, um zu prüfen und zu korrigieren:

  • ob der Anzeigentext zur Intention passt
  • ob die LP nützlich ist
  • ob das Versprechen zum Suchbegriff passt

Kernpunkte aus Kapitel 4

  • Reihenfolge: Conversion-Definition → Tags und Consent Mode → LP → Keywords / Suchbegriffe → Anzeigentext → Gebote
  • Eine Conversion ist kein Pageview, sondern eine geschäftlich bedeutsame Handlung wie eine Anfrage oder eine Terminbuchung
  • Enhanced Conversions und Consent Mode sind nicht „nur für Großunternehmen“. Je kleiner das Konto, desto früher sollte man sie einrichten
  • Anzeigengruppen nach Suchintention und LP abstimmen
  • Smart Bidding und Broad Match sind stark, lernen aber bei schwacher Messung aus schlechtem Material
  • Der Suchbegriffsbericht ist zentral für den Betrieb und zugleich ein Instrument zur Nachfrageforschung
  • Der Quality Score ist kein KPI, sondern ein Diagnosewerkzeug. Zu beachten sind erwartete CTR, Anzeigenrelevanz und Landingpage-Erfahrung

5. Wie man SEO und Google Ads verknüpft

SEO und Google Ads geraten leicht in getrennte Teams und getrennte Maßnahmen. In der Praxis stark ist aber, dieselbe Suchnachfrage von beiden Seiten aus zu verstehen.

5.1 Über Anzeigen erkannte Nachfrage an SEO zurückgeben

Bei Google Ads ist der Suchbegriffsbericht sofort einsehbar. Suchthemen, die dort gut funktioniert haben, werden zu vorrangigen Kandidaten für SEO-Artikel und die Stärkung von Serviceseiten.29

Zeigt sich über Anzeigen zum Beispiel, dass

  • bestehende windows software umbauen
  • activeX migration
  • windows app design review

stark sind, lässt sich das auf SEO-Seite leicht übertragen auf:

  • Überschriften der Serviceseite
  • Titel von Fallstudien
  • Themen für Fachartikel
  • die FAQ
  • Meta-Description

5.2 Von SEO aufgebaute Seiten stützen die Abschlussquote der Anzeigen

Umgekehrt zahlt sich auch der über SEO aufgebaute Seitenbestand bei Google Ads aus.

Wenn eine LP zum Beispiel begleitet wird von

  • verwandten Fachartikeln
  • Referenzprojekten
  • einer FAQ
  • Informationen zum Inhaber bzw. Unternehmen
  • dem Ablauf einer Beratung

verlieren auch Besucher, die über Anzeigen kommen, leichter ihre Zweifel.

SEO ist also nicht nur für kostenlosen Traffic da – es ist auch ein Vermögenswert, der die Landingpage-Erfahrung der Anzeigen und deren Überzeugungskraft stärkt.

5.3 „Dasselbe Thema“ in Search Console und Google Ads betrachten

Die Search Console zeigt, bei welchen Suchanfragen man erschienen ist und welche Seiten geklickt wurden.28 Google Ads zeigt, bei welchen Suchbegriffen Anzeigen erschienen sind und welche davon konvertiert haben.29

Legt man beides nebeneinander, erkennt man zu demselben Thema:

  • Ist man bei SEO stark?
  • Ist man bei Anzeigen stark?
  • Ist man bei beidem schwach?
  • Wird ein Artikel besser bewertet als die Serviceseite?

Dieser Vergleich ist bei der Festlegung der nächsten Prioritäten ausgesprochen nützlich.

6. Was sollte auf einer technischen B2B-Website im Mittelpunkt stehen?

Eine technische B2B-Website gewinnt anders als E-Commerce oder Medienseiten.

Der Grund liegt darin, dass ihre Themen eher

  • tiefgreifende Probleme
  • hohe Auftragswerte
  • lange Vergleichsphasen

aufweisen, dabei aber kein hohes Suchvolumen haben.

Deshalb steht die Serviceseite im Mittelpunkt. Artikel spielen nicht die Hauptrolle, sondern passen besser als flankierende Assets, die die Serviceseite stärken.

6.1 Zuerst die Serviceseiten stärken

Ein häufiger Fehler bei technischen Websites: Nur die Blogartikel wachsen, während die Serviceseiten dünn bleiben.

Möchte man aber tatsächlich Anfragen gewinnen, sollte man zuerst die in 3.3 unter der ersten Ebene genannten Serviceseiten stärken. Das heißt, die Seite, auf der jemand landet, der gerade jetzt einen Ansprechpartner sucht.

Dort wird Folgendes benötigt:

  • was sich beauftragen lässt
  • zu welchen Projekten es passt
  • wie das Vorgehen abläuft
  • welche Philosophie beim Erhalten und Verändern gilt
  • was man bei der Kontaktaufnahme mitteilen sollte

6.2 Fallstudienseiten sind stark

Bei technischen Projekten wirkt Präzedenz deutlich stärker als bloßer Text.

Geschichten wie:

  • wie man vorgegangen ist, ohne bestehende Systeme zu verwerfen
  • wo man die 32-Bit-/64-Bit-Grenze überwunden hat
  • wie man eine Fehlerdiagnose eingegrenzt hat
  • wie man UI, Kommunikation und Hintergrundverarbeitung getrennt hat

vermitteln oft besser als Verkaufsunterlagen.

Auch für SEO sind Fallstudien reich an einzigartigen Informationen und werden selten zu Seiten, die einander stark ähneln.

6.3 Den Blog als „Entscheidungsgrundlage“ statt als „Kundenmagnet“ nutzen

Fachartikel sind stärker, wenn sie sich weniger auf Seitenaufrufe konzentrieren als vielmehr auf Entscheidungsgrundlagen kurz vor einer Beratung.

Zum Beispiel diese Rollenverteilung:

  • Vergleichsartikel Beispiel: Wie man zwischen WinForms / WPF / WinUI wählt
  • Entscheidungsartikel Beispiel: Sollte VBA ersetzt werden?
  • Problemlösungsartikel Beispiel: Wann werden Administratorrechte benötigt?
  • Umsetzungsartikel Beispiel: Wie man mit Media Foundation Bilder von einer Kamera abruft

Solche Artikel dienen nicht nur als SEO-Einstieg, sondern vermitteln auch: „Dieses Unternehmen denkt nicht an der Oberfläche, sondern in den tatsächlichen Streitpunkten der Praxis.“

6.4 So überträgt man das auf das eigene Unternehmen

In den bisherigen Ausführungen und auch im folgenden Kapitel 7 dient comcomponent.com als Beispiel. Das Vorgehen selbst bleibt aber auch bei anderen Branchen gleich. Mit den folgenden vier Schritten lässt es sich auf die eigene Website übertragen.

Schritt 1: Das eigene Angebot in den Worten der Auftraggeberseite auflisten

Man schreibt es nicht in internen Bezeichnungen auf, sondern in den Worten, die die anfragende Person verwendet. Nutzt man hier internen Jargon oder Produktcodenamen, geraten alle folgenden Hypothesen zur Suchintention aus dem Ruder.

Als Richtwert für die Granularität gilt: ein Service = eine starke Beratungsabsicht. Teilt man zu fein auf, bleiben die Auffangseiten dünn; zu grob, und es passt nicht zur Suchintention.

Schritt 2: Für jeden Service eine Hypothese zur Suchintention aufstellen

Für jeden aufgelisteten Service füllt man die folgende Tabelle einmal aus. Zu diesem Zeitpunkt darf es eine Hypothese bleiben – sie muss noch nicht richtig sein. Später liefern der Suchbegriffsbericht und die Search Console die Antwort.2928

Feld Was einzutragen ist
Situation der anfragenden Person Womit war sie unzufrieden, als sie mit der Suche begann – in einem Satz
Vermutete Suchbegriffe 3 bis 5 Begriffe. Ohne den eigenen Firmen- oder Produktnamen
Zielseite Gibt es bereits eine passende Seite, oder muss eine neue erstellt werden?
Was der erste Bildschirm dieser Seite zeigen soll Wird ohne Scrollen klar, „was man beauftragen kann“?
Zweifel, die vor der Anfrage ausgeräumt werden sollen Ablauf, Team, Kostengefühl, ob es vergleichbare Fallstudien gibt

Bei einem Unternehmen, das etwa Lagerverwaltungssysteme für Geschäftskunden entwickelt, könnte man für den Service „Umbau bestehender Systeme“ die Situation so eintragen: „Es fehlt das Budget für einen Neubau, aber der bisherige Anbieter reagiert nicht mehr“, mit Suchbegriffen wie „Lagerverwaltungssystem Umbau beauftragen“ oder „Kernsystem Übernahme Entwicklungsfirma“.

Schritt 3: Suchbegriffe in „Beratungsabsicht“ und „Lernabsicht“ einteilen

Die in Schritt 2 gesammelten Suchbegriffe teilt man entsprechend der Unterscheidung aus Kapitel 2 auf.

Einteilung Erkennungsmerkmal Wo man sie gewinnt
Beratungsabsicht Es mischen sich Begriffe wie „beauftragen“, „outsourcen“, „beraten“, „Firma“, „Kosten“, die auf der Suche nach einem Auftragnehmer sind Serviceseite + Google Ads
Lernabsicht Begriffe wie „was ist“, „Unterschied“, „Methode“, „Ursache“, die zuerst etwas wissen wollen über Fachartikel, mit internem Link zur Serviceseite

Bei Zweifeln lohnt es sich, tatsächlich mit diesem Begriff zu suchen und die Art der oben platzierten Seiten zu betrachten. Überwiegen Service-Vorstellungsseiten, spricht das für Beratungsabsicht; überwiegen Erklärartikel, spricht das für Lernabsicht.

Schritt 4: Genau eine fehlende Seite festlegen und beginnen

Versucht man, alles auf einmal fertigzustellen, bleibt es meist auf halbem Weg stecken. Aus den Zeilen der Tabelle aus Schritt 2, bei denen „die Zielseite nicht existiert“ eingetragen wurde, beginnt man mit genau der Seite mit der dichtesten Beratungsabsicht.

Ist das geklärt, lässt sich direkt an den 90-Tage-Plan aus Kapitel 9 anschließen.

7. So würde man es bei comcomponent.com aufbauen

Ab hier folgt ein Beispiel dafür, wie sich die vier Schritte aus 6.4 tatsächlich auf ein Unternehmen anwenden lassen. Überträgt man das auf das eigene Unternehmen, genügt es, Servicenamen und Inhalt der Suchintention auszutauschen – die Struktur bleibt gleich.

comcomponent.com verfügt bereits über die Grundstruktur aus

  • Serviceseiten
  • technischen Fallstudien
  • einem Fachblog
  • einer Kontaktseite

Dieses Fundament ist bereits ziemlich gut.

Um daraus Anfragen zu gewinnen, ist folgender Aufbau naheliegend.

7.1 Zuerst die Suchintention je Hauptservice festlegen

Zentriert auf die Serviceseiten klärt man folgende Themen.

Windows-App-Entwicklung

Zu gewinnende Suchintentionen:

  • neue Windows-Software erstellen lassen wollen
  • ein Tool zur Geräteanbindung wollen
  • eine Geschäftsanwendung mit Überwachung, Kommunikation oder Berichtswesen wollen

Technische Beratung / Design-Review

Zu gewinnende Suchintentionen:

  • nur eine Grundsatzberatung wollen
  • das Design vor der Umsetzung prüfen lassen wollen
  • eine Entscheidung darüber wollen, ob bestehende Systeme erhalten, gekapselt oder ersetzt werden

Wartung und Umbau bestehender Windows-Software

Zu gewinnende Suchintentionen:

  • statt Neubau lieber umbauen wollen
  • bestehende Software verlängern wollen
  • schrittweise ordnen wollen, während man Störungen behebt

Bestandsnutzung / Migrationsunterstützung

Zu gewinnende Suchintentionen:

  • eine Konfiguration mit COM / ActiveX / OCX ordnen wollen
  • das 32-Bit-/64-Bit-Problem überwinden wollen
  • eine Brücke für eine stufenweise Migration bauen wollen

Betrachtet man es so, dass eine Serviceseite = eine starke Beratungsabsicht ist, geraten weder SEO noch Anzeigen aus dem Tritt.

7.2 Artikel um die Serviceseiten bündeln

Statt Blogartikel einzeln zu vermehren, bündelt man sie um die Serviceseiten.

Nimmt man zum Beispiel Bestandsnutzung / Migrationsunterstützung als übergeordnetes Thema, wirkt eine Umgebung aus Artikeln wie

  • Wird VBA künftig unbrauchbar?
  • Wie man ActiveX / OCX heute handhabt
  • Was vor einer Migration nach .NET zu prüfen ist
  • Wie man das 32-Bit-/64-Bit-Problem durchtrennt

thematisch geschlossen.

Nimmt man Technische Beratung / Design-Review als übergeordnetes Thema, lässt sich das bündeln mit:

  • Wie man nur die Verarbeitung isoliert, die Administratorrechte benötigt
  • Wie man Exception-Design und Log-Design durchdenkt
  • Wie man Thread-, Lifetime- und Kindprozess-Design ordnet

In dieser Form vermittelt der einzelne Artikel zwar für sich genommen nur Information, aber die Website als Ganzes wirkt als ein Unternehmen, das in diesem Thema stark ist.

7.3 Google Ads nur mit den suchintentions-starken Seiten starten

Anzeigen müssen nicht auf allen Themen gleichzeitig starten. Besser ist es, den Start auf Themen mit dichter Anfrageabsicht und einer starken Auffangseite zu beschränken.

Beispielhafte Begriffsgruppen wären etwa:

  • Windows App Entwicklung beauftragen
  • bestehende Windows Software umbauen
  • Windows technische Beratung
  • Design-Review Windows App
  • COM ActiveX Migration

Diese sind lediglich Richtungsbeispiele, aber ihnen gemeinsam ist die Beratungsabsicht.

Weitet man Anzeigen dagegen von Anfang an auf zu breite Begriffe wie

  • C#
  • WPF
  • VBA
  • Media Foundation

aus, häufen sich tendenziell eher lehrreiche Klicks.

7.4 Nicht zur Startseite leiten, sondern zur passenden Seite senden

Je mehr man die Anzahl der Anfragen steigern möchte, desto verlockender wirkt es, alles auf der Startseite zu bündeln. Doch auch aus Sicht von Google Ads ist eine zur Suchintention passende Landingpage naheliegender.89

Das Anzeigenziel sollte deshalb grundsätzlich eine der folgenden Optionen sein:

  • eine Serviceseite
  • eine servicespezifische LP
  • eine Seite, die Service und Fallstudien kombiniert

7.5 Den Weg bis zur Anfrage verkürzen

Platziert man am Ende jedes Fachartikels

  • eine Beratung zu diesem Thema hier
  • den verwandten Service hier
  • Fallstudien hier
  • eine Kontaktmöglichkeit hier

wird die Linie vom Einstieg bis zum Ausstieg sichtbar.

comcomponent.com verfügt bereits über Kontakt, Technische Fallstudien und den Fachblog, sodass es sich lohnt, den Pfad Artikel → Service → Fallstudie → Anfrage noch weiter zu verdeutlichen.

8. Häufige Fehler

8.1 Nur der Blog wächst, die Serviceseiten bleiben schwach

Der Suchtraffic wächst, doch bleibt die Seite dünn, auf der jemand mit Beratungswunsch landet, führt das nie zu Anfragen.

8.2 Mit KI massenhaft ähnliche Artikel veröffentlichen

Die Menge wächst, doch die Unterscheidung nach Suchintention wird schwächer, und es häufen sich Seiten, die keinen Mehrwert bieten. Das passt auch schlecht zu Googles Leitlinien.182

8.3 Über robots.txt verstecken wollen

robots.txt ist kein Mechanismus, um aus den Suchergebnissen zu verschwinden. Möchte man etwas nicht anzeigen lassen, braucht es noindex oder eine Authentifizierung.17

8.4 Google Ads auf die Startseite leiten

Suchintention und LP geraten aus dem Takt, sowohl CVR als auch das Lernen der Automatisierung werden schwächer.

8.5 Conversion-Messung, die einem Pageview nahekommt

Automatisiert man auf Signalen, die nichts mit der Qualität der Anfrage zu tun haben, bleiben die Ergebnisse unsichtbar.411

8.6 Quality Score zum KPI machen

Der Quality Score dient der Diagnose. Es bringt mehr, Anzeigenrelevanz und Landingpage-Erfahrung zu korrigieren, als der Punktzahl selbst hinterherzulaufen.9

8.7 Search Console und Anzeigen getrennt behandeln

Beide sind unterschiedliche Ansichten derselben Suchnachfrage. Betrachtet man sie getrennt, überschneiden sich Maßnahmen, und die Prioritäten geraten ins Wanken.

9. Was in 90 Tagen zu tun ist

Man muss nicht alles auf einmal erledigen. Für eine technische B2B-Website genügen die ersten 90 Tage in dieser Reihenfolge.

Woche 1–2: Das Fundament in Ordnung bringen

  • die Definition einer Anfrage festlegen
  • die Search Console prüfen
  • Sitemap sowie robots / noindex ordnen
  • Titel / Description / CTA der Hauptserviceseiten überarbeiten
  • die für Anzeigen genutzte Landingpage festlegen

Woche 3–4: Die Mindestkonfiguration für Messung und Anzeigen aufbauen

  • das Conversion-Tracking von Google Ads einrichten
  • Enhanced Conversions einrichten
  • Consent Mode mit dem eigenen Consent-Management abstimmen
  • Suchanzeigen nur mit suchintentions-starken Themen starten
  • mit der Auswertung des Suchbegriffsberichts beginnen

Monat 2: Die SEO-Unterstützung ausbauen

  • 3 bis 5 Fachartikel hinzufügen, die zu den Serviceseiten führen
  • Fallstudienseiten hinzufügen oder bestehende stärken
  • notwendige strukturierte Daten wie Organization / Article überarbeiten
  • interne Links ordnen

Monat 3: Beides verknüpfen

  • bei Anzeigen erfolgreiche Begriffe in Artikel und LPs einfließen lassen
  • anhand der in der Search Console erscheinenden Suchanfragen Folgeartikel erstellen
  • die CTAs auf Seiten nahe der Anfrage anpassen
  • die Conversion-Definition überarbeiten und die Qualität der Anfrage einbeziehen

10. Zusammenfassung

Fasst man die Best Practices von SEO und Google Ads in einem Satz zusammen: Seiten bauen, die zur Suchintention passen, die Ergebnisse korrekt messen und die Daten beider Seiten hin- und herfließen lassen.

Die Grundlagen der SEO lauten wie folgt. Wir stellen auch die jeweils zugrunde liegende Anleitung daneben, damit Sie bei Bedarf zur Originalquelle zurückverfolgen können.

Grundlage Zugehörige Anleitung von Google Search Central
People-first Content Creating helpful, reliable, people-first content3
Einhaltung der Search Essentials Google Search Essentials2
Seitenspezifischer Titel Influencing title links in search results13
Seitenspezifische Meta-Description Control your snippets in search results14
Lesbare URL-Struktur URL structure best practices for Google Search20
Interne Links mit erkennbarem Ziel Link best practices for Google19
Explizite Canonical How to specify a canonical URL12
Einreichung der Sitemap Build and submit a sitemap15
robots.txt nicht als „Versteckmechanismus“ nutzen Introduction to robots.txt17
Umsetzung des Mobile-First-Indexing Mobile site and mobile-first indexing best practices22
Core Web Vitals Understanding Core Web Vitals and Google search results23
Übereinstimmung von strukturierten Daten und sichtbarem Inhalt General structured data guidelines24
Anhand der eingehenden Daten nachbessern How to use Search Console28

Reiht man die Grundlagen von Google Ads auf dieselbe Weise auf, ergibt sich Folgendes.

Grundlage Zugehörige Seite in der Google-Ads-Hilfe
Präzises Conversion-Tracking Account setup best practices4
Enhanced Conversions About enhanced conversions6
Consent Mode About consent mode7
Zur Intention passende LP Landing page8
Responsive Search Ads Create effective Search ads5
Smart Bidding Bidding11
Suchbegriffsbericht About the search terms report29
Quality Score als Diagnose nutzen About Quality Score for Search campaigns9

Und auf einer technischen B2B-Website ist es besser, sich nicht das Vermehren von Artikeln selbst zum Ziel zu setzen.

  • zuerst die Serviceseiten stärken
  • Vertrauen durch Fallstudien ergänzen
  • die Einstiegspunkte mit Fachartikeln vermehren
  • suchintentions-starke Nachfrage über Anzeigen ernten
  • beide Seiten mit den Daten aus Search Console und Ads gegenseitig verstärken

Dieser Ablauf ist ein Vorgehen mit hoher Wiederholbarkeit.

11. Verwandte Seiten

  1. Google Search Central, SEO Starter Guide. Erklärt, dass es bei den Grundlagen der SEO darum geht, eine Website für Suchmaschinen verständlich zu machen und gleichzeitig Nutzern das Finden und Bewerten zu erleichtern.  2 3

  2. Google Search Central, Google Search Essentials. Die Grundlinie einschließlich der Spam-Richtlinien für das Erscheinen in der Google-Suche.  2 3 4 5 6

  3. Google Search Central, Creating helpful, reliable, people-first content. Erklärt, dass Googles automatische Ranking-Systeme hilfreiche, für Menschen erstellte Informationen bevorzugen.  2 3 4

  4. Google Ads Help, Account setup best practices. Legt Wert auf präzise Conversion-Daten, ein Tagging-Fundament, Enhanced Conversions, Consent Mode, Smart Bidding, Broad Match und Responsive Search Ads.  2 3 4 5 6 7 8 9

  5. Google Ads Help, Create effective Search ads. Rät zu mindestens einem Responsive Search Ad mit der Anzeigenstärke „Gut“ oder „Ausgezeichnet“ je Anzeigengruppe.  2 3 4

  6. Google Ads Help, About enhanced conversions. Eine Funktion, die die Conversion-Messung mit gehashten First-Party-Daten verbessert und das Bidding stärkt.  2 3 4 5 6

  7. Google Ads Help, Landing page. Die Landingpage-Erfahrung wird unter anderem anhand von Nützlichkeit, Relevanz und Navigation bewertet, und dieselbe Domain wie die Anzeige-URL ist erforderlich.  2 3 4

  8. Google Ads Help, About Quality Score for Search campaigns. Erklärt, dass der Quality Score ein Diagnosewerkzeug ist, kein KPI und kein Eingabewert für die Auktion.  2 3 4 5 6 7

  9. Google Ads Help, About keyword matching options. Erklärt den Unterschied zwischen Broad Match, Phrase Match und Exact Match und dass Broad Match die Standard-Matchoption ist. 

  10. Google Ads Help, Bidding. Smart Bidding ist conversion-basiertes automatisiertes Gebotsmanagement, das mit Signalen zum Auktionszeitpunkt optimiert.  2 3 4 5 6

  11. Google Search Central, How to specify a canonical URL with rel=”canonical” and other methods. Bei doppelten Seiten sollte man eine Canonical-URL festlegen und interne Links sowie Sitemap darauf ausrichten.  2 3 4

  12. Google Search Central, Control your snippets in search results. Google erstellt Snippets aus dem Seiteninhalt und der Meta-Description und empfiehlt eine eigene, beschreibende Meta-Description je Seite.  2 3 4 5

  13. Google Search Central, Build and submit a sitemap. Die Sitemap ist ein Hinweis auf die Canonical-URL, und eine Einreichung über die Search Console erlaubt zudem die Prüfung des Verarbeitungsstatus.  2 3 4

  14. Google Search Central, Introduction to structured data markup in Google Search. Strukturierte Daten unterstützen das Seitenverständnis und Rich Results.  2

  15. Google Search Central, Introduction to robots.txt. robots.txt dient der Crawling-Steuerung und ist kein Mechanismus, um Seiten aus den Suchergebnissen zu verbergen.  2 3 4

  16. Google Search Central, Google Search’s guidance on using generative AI content on your website. Erklärt, dass massenhaft erzeugter Content ohne Mehrwert gegen die Spam-Richtlinien verstoßen kann.  2 3

  17. Google Search Central, URL structure best practices for Google Search. Empfiehlt klare URLs, die Sprache der Zielgruppe, Trennung mit Bindestrichen und weniger unnötige Parameter.  2

  18. Google Search Central, AI features and your website. Für AI Overviews / AI Mode ist keine spezielle SEO nötig; die bestehenden SEO-Grundlagen bleiben wirksam.  2 3 4

  19. Google Search Central, Mobile site and mobile-first indexing best practices. Google nutzt den Inhalt der mobilen Version für Indexierung und Ranking, empfiehlt responsives Design und legt Wert auf inhaltliche Gleichwertigkeit.  2 3

  20. Google Search Central, Understanding Core Web Vitals and Google search results. Core Web Vitals sind Kennzahlen der realen Nutzererfahrung, und Google empfiehlt nachdrücklich, gute Werte zu erreichen.  2

  21. Google Search Central, General structured data guidelines. Auch korrekte strukturierte Daten garantieren keine Anzeige; Übereinstimmung mit dem sichtbaren Inhalt und die Qualitätsrichtlinien sind erforderlich.  2

  22. Google Search Central, Organization structured data. Das grundlegende Markup, um geordnete Unternehmensinformationen zu vermitteln. 

  23. Google Search Central, Article structured data. Unterstützt das Verständnis von Titel, Bild, Datum und Ähnlichem bei Artikelseiten. 

  24. Google Search Central, LocalBusiness structured data. Markup, um Geschäftsdetails wie realen Standort und Öffnungszeiten zu vermitteln. 

  25. Google Search Central, How to use Search Console. Der Leistungsbericht zeigt den Suchtraffic nach Suchanfrage, Seite und Land.  2 3 4 5

  26. Google Ads Help, About the search terms report. Zeigt die tatsächlichen Suchbegriffe, die Anzeigen ausgelöst haben, sowie deren Ergebnisse. Die Search Terms Insights ermöglichen zudem die Nachfrageerfassung nach Thema und Unterthema.  2 3 4 5 6

Aktuelle Artikel mit denselben Schlagwörtern führen zu verwandten Themen weiter.

Diese Seiten ordnen den Artikel in einen größeren Leistungs- und Entscheidungskontext ein.

Dieser Artikel ist direkt mit den folgenden Leistungen verbunden.

Häufige Fragen

Fragen, die in Beratungen zu diesem Artikelthema häufig gestellt werden.

Sollte man zuerst SEO oder Google Ads angehen?
Es geht nicht darum, sich für eines von beiden zu entscheiden, sondern darum, Suchanfragen mit unterschiedlicher Absicht getrennt voneinander zu gewinnen. SEO startet langsam, lässt sich dafür aber gut aufbauen; Anzeigen starten schnell, stoppen aber, sobald die Ausspielung endet. In der Praxis ist es sinnvoll, Suchanfragen mit hoher, verhandlungsnaher Absicht auch über Anzeigen zu gewinnen und die umliegende Informations- und Vergleichsnachfrage über SEO abzudecken. Man kann es sich so merken: SEO baut Vermögenswerte auf, Google Ads erntet Nachfrage und testet Hypothesen.
Was sollte man beim Start von Google Ads zuerst tun?
Nicht Gebotstechnik, sondern die Messung in Ordnung bringen. Auch Google selbst legt Wert auf präzise Conversion-Daten, ein solides Tagging-Fundament, Enhanced Conversions und Consent Mode. Eine Conversion darf nicht einfach ein Seitenaufruf sein, sondern muss eine für das Geschäft bedeutsame Handlung abbilden, etwa das Absenden eines Kontaktformulars oder eine Terminbuchung für eine Beratung. Bleibt die Messung schwach, bringt das Anpassen von Keywords oder Geboten nur wenig, und auch die Automatisierung durch Broad Match oder Smart Bidding lernt dann aus schlechtem Material.
Bringt es etwas für SEO, Artikel massenhaft mit KI zu erstellen?
Das wirkt eher schwach und birgt zudem Risiken. Google lehnt den Einsatz generativer KI an sich nicht ab, macht aber ausdrücklich klar, dass massenhaft erzeugter Content ohne Mehrwert unter dem Aspekt des Scaled Content Abuse gegen die Spam-Richtlinien verstoßen kann. KI eignet sich gut, um Gliederungen zu ordnen oder Entwürfe zu erstellen, ist aber schwach, wenn keine eigene fachliche Einschätzung, keine in echten Projekten häufig auftretenden Streitpunkte und keine Fehlermuster hinzukommen. Man sollte sie nutzen, um den Aufwand für den Text zu senken – nicht als Ersatz für Mehrwert.
Was sollte auf einer technischen B2B-Website im Mittelpunkt stehen?
Die Serviceseiten. Themen im technischen B2B-Bereich haben zwar oft kein hohes Suchvolumen, aber tiefgreifende Probleme und hohe Auftragswerte, weshalb es natürlicher ist, gezielt suchintentions-starke Anfragen zu gewinnen als breiten, oberflächlichen Traffic. Artikel sind nicht auf Seitenaufrufe ausgelegt, sondern werden als flankierende Assets um die übergeordnete Serviceseite gebündelt. Auch das Ziel von Anzeigen sollte nicht die Startseite sein, sondern die Serviceseite oder die servicespezifische Landingpage, die zur Suchintention passt.

Autorenprofil

Profilseite des Artikelautors.

Go Komura

Geschäftsführer von KomuraSoft LLC

Spezialisiert auf Windows-Softwareentwicklung, technische Beratung und Fehleranalyse, insbesondere bei bestehenden Systemen und schwer reproduzierbaren Störungen.

Zurück zum Blog