Gleiche 1 GB, und trotzdem kopiert ein Fotoordner langsamer als ein einzelnes Video — warum?

· Aktualisiert am: · · Windows, Windows 11, Dateikopie, Leistung, SSD, NAS, ZIP, robocopy

Änderungsverlauf (Erstfassung, veröffentlicht am 5. Sep 2026)
Erstveröffentlichung

Auch bei einer Gesamtgröße von jeweils 1 GB kann die Kopierdauer davon abhängen, wie oft Dateien geöffnet, erstellt und geschlossen werden müssen. Dieser Artikel erläutert den Einfluss von Dateianzahl und Wartezeiten und zeigt, wie sich ZIP-Archive und paralleles Kopieren unter vergleichbaren Bedingungen prüfen lassen.

In der Abbildung kennzeichnet eine durchgezogene Linie eine stets geltende Beziehung und eine gestrichelte Linie eine bedingte (die Bedingungen stehen bei jeder Beziehung auf der Detailseite). Die vollständige Liste der Beziehungen (11 insgesamt, mit Beleg und Sicherheitsgrad) und die Definitionen der wichtigsten Konzepte sind auf der Detailseite der Wissenskarte (auf Japanisch) zusammengestellt. Daten: JSON-LD / Turtle

Problem / Frage

Ein Video mit 1 GB war schnell kopiert, ein Fotoordner mit insgesamt 1 GB benötigte dagegen deutlich länger. Warum sinkt die angezeigte Übertragungsrate beim Kopieren vieler kleiner Dateien, obwohl eine SSD oder ein schnelles LAN verwendet wird?

Dieser Artikel beantwortet zwei Fragen: „Warum unterscheidet sich die Kopierdauer trotz gleicher Gesamtgröße?“ und „Wie lässt sich in der eigenen Umgebung feststellen, ob das Bündeln in einem ZIP-Archiv oder paralleles Kopieren hilft?“ Aus der Tatsache, dass es sich um Fotos handelt, wird weder eine bestimmte Ursache noch ein Defekt abgeleitet. Verglichen werden stattdessen die Dateianzahl und die Zeit, bis die Dateien am Ziel tatsächlich nutzbar sind.

Umgebung

Der Artikel richtet sich an allgemeine Anwenderinnen und Anwender, die unter Windows 11 gewöhnliche, lokal verfügbare Dateien wie Fotos und Dokumente auf ein externes Laufwerk oder auf ein über eine SMB-Freigabe erreichbares NAS kopieren. Ein NAS ist ein über das Netzwerk verwendetes Speichergerät; SMB ist das übliche Kommunikationsprotokoll für Windows-Dateifreigaben.

Die Beispiele verwenden den Datei-Explorer, Compress-Archive aus Windows PowerShell 5.1 oder neuer sowie das in Windows enthaltene Dienstprogramm robocopy. Für die Befehlsbeispiele benötigen Sie Leserechte für die Quelle sowie die Berechtigung, im Versuchsordner und am Ziel Dateien anzulegen und zu schreiben. Die Verfahren umgehen keine Zugriffskontrollen mithilfe von Administratorrechten.[S7: Compress-Archive] [S9: robocopy]

Ein ZIP-Archiv kann nur dann direkt auf dem NAS entpackt werden, wenn das NAS diese Funktion bereitstellt und Sie sie verwenden dürfen. Die angeführte SMB-Dokumentation für Server erklärt den zugrunde liegenden Mechanismus; daraus folgt nicht, dass jedes NAS dieselben Einstellungen oder Funktionen besitzt.

Die Erläuterung stützt sich auf offizielle Dokumentation, die am 17. September 2026 geprüft wurde. Die folgenden Zahlenbeispiele sind Berechnungen auf Grundlage ausdrücklich genannter Annahmen. Die beschriebenen Abläufe dienen dazu, die eigene Umgebung zu prüfen; sie sind keine Messergebnisse eines bestimmten Windows-PCs, einer bestimmten SSD oder eines bestimmten NAS. Das Herunterladen ausschließlich online verfügbarer Cloud-Dateien und die Planung vollständiger Datensicherungen liegen außerhalb des Umfangs dieses Artikels.

Antwort / Lösung

Die Gesamtzahl der Bytes ist nicht der einzige Faktor, der die Kopierdauer bestimmt. Werden für jede Datei Erstellungs-, Verwaltungs- und Abschlussvorgänge wiederholt, wächst der Zeitanteil, der nicht für die eigentliche Inhaltsübertragung verwendet wird. Bei einer SMB-Freigabe kommt die Zeit hinzu, in der auf die Verarbeitung und Antwort des entfernten Systems gewartet wird. Das Bündeln in einem ZIP-Archiv oder paralleles Kopieren mit robocopy kann helfen, ist aber nicht unter allen Bedingungen schneller.[S1: Slow SMB files transfer speed]

Erfassen Sie zunächst sowohl die Gesamtgröße als auch die Dateianzahl und vergleichen Sie die Verfahren über denselben Pfad und mit demselben endgültigen Ziel. Bei ZIP ist die Summe aus Erstellen, Übertragen und – falls erforderlich – Entpacken zu vergleichen. Beim parallelen Kopieren verwenden Sie dieselben Daten und Optionen und ändern ausschließlich die Parallelität. Geschwindigkeit und erfolgreicher Abschluss sind getrennt zu prüfen.

Definition

Beim Kopieren einer Datei wird nicht nur ihr Inhalt an eine andere Stelle geschrieben. Am Ziel muss eine Datei erstellt werden; außerdem sind erforderliche Attribute, Zeitstempel und weitere Informationen zu setzen. Die Verarbeitung und Wartezeit, die für jede einzelne Datei anfällt, wird in diesem Artikel als „zusätzliche Zeit pro Datei“ bezeichnet und von der Zeit für die Übertragung des Dateiinhalts unterschieden.[S2: CreateFileW function]

„Kleine Dateien“ ist kein Synonym für Fotos. Wenige große Fotos und Zehntausende kleine Bilder bilden unterschiedliche Bedingungen. Verglichen werden sowohl die Gesamtzahl der Inhaltsbytes – also die „Größe“ des Ordners – als auch die Dateianzahl, nicht lediglich die „Größe auf Datenträger“.

Bei einem Umzug können ein großer Karton und zehntausend einzeln adressierte Pakete dasselbe Gesamtgewicht haben und dennoch sehr unterschiedlichen Arbeitsaufwand verursachen. Entsprechend sind „1 GB transportieren“ und „10.000 Dateien verarbeiten“ zwei verschiedene Aufgaben.

Unterschiedliche Dateianzahlen bei gleicher GesamtgrößeObwohl beide Datensätze insgesamt 1 GB enthalten, erfordern eine Datei und viele Dateien unterschiedlich viele Dateiverwaltungsvorgänge.Insgesamt 1 GB DatenEine große Datei10.000 kleine DateienWenige Vorgänge pro DateiVorgänge pro Datei wiederholen

Abbildung 1: Gleiche Bytezahlen bedeuten nicht, dass auch die Dateianzahlen gleich sind.

Für die folgenden Beispieldaten bedeutet 1 GB genau 1.000.000.000 Byte und 100 KB genau 100.000 Byte. Erfassen Sie bei Vergleichen die tatsächlichen Bytezahlen, statt sich auf gerundete Anzeigen von Windows oder anderen Werkzeugen zu verlassen.

Zweck

Der Zweck des Kopierens besteht darin, die benötigte Dateimenge am vorgesehenen Ziel nutzbar bereitzustellen. Ein hoher MB/s-Wert im Übertragungsfenster erreicht dieses Ziel nicht zwangsläufig früher, wenn das Erstellen oder Entpacken eines ZIP-Archivs viel Zeit beansprucht.

ZIP bündelt die zu übertragenden Dateien. Paralleles Kopieren lässt dagegen die Wartezeiten mehrerer Dateivorgänge zeitlich überlappen: Während eine Übertragung auf eine Antwort wartet, kann eine andere fortgesetzt werden. Dadurch wird keine zusätzliche Verzögerung erzeugt. Keines der beiden Verfahren macht die Netzwerkverbindung oder den Datenträger selbst schneller; beide eignen sich für unterschiedliche Bedingungen.[S1: Slow SMB files transfer speed] [S4: Performance Tuning for SMB File Servers]

Ziel bei der Wahl eines KopierverfahrensDieselbe Dateimenge wird am vorgesehenen Ziel abgelegt, ihr Inhalt wird geprüft und die Zeit bis zur Nutzbarkeit wird verglichen.Dieselben Dateien am Ziel ablegenKopiervorgang abschließenAnzahl und Inhalt prüfenZeit bis zur Nutzbarkeit vergleichen

Abbildung 2: Das Ziel der Verfahrenswahl ist, dieselbe Dateimenge korrekt nutzbar zu machen.

Eine einzelne große Datei dient als Kontrollfall, um den Einfluss der Dateianzahl zu beobachten. Da ihre Struktur von derjenigen von 10.000 kleinen Dateien abweicht, ist sie kein praktischer Ersatz für diese Dateien. Bei der tatsächlichen Verfahrenswahl besteht das Ziel darin, die ursprünglichen Einzeldateien am selben endgültigen Speicherort abzulegen.

Aufbau

Inhalt, Verwaltungsinformationen und Kopierpfad

Zum Kopieren gehören das Öffnen der Quelle, das Erstellen der Zieldatei, das Lesen und Schreiben des Inhalts, das Setzen erforderlicher Informationen und das Schließen der Datei. Beim Öffnen einer Datei verarbeitet Windows außerdem die angeforderten Zugriffsrechte und einen Freigabemodus, der festlegt, ob andere Prozesse die Datei gleichzeitig öffnen dürfen.[S2: CreateFileW function]

Informationen zur Verwaltung einer Datei, etwa Name, Größe und Zeitstempel, werden als Metadaten bezeichnet. NTFS zeichnet für jede Datei Verwaltungsinformationen in Strukturen wie der Master File Table (MFT) auf. Kopieren besteht deshalb nicht nur darin, die Pixeldaten eines Fotos zu schreiben.[S3: Master File Table]

Arbeitsschritte beim Kopieren einer DateiFür jede Datei müssen die Quelle geöffnet, das Ziel erstellt, der Inhalt übertragen, Informationen verwaltet und die Datei geschlossen werden.Quelle öffnenZieldatei erstellenInhalt lesen und schreibenInformationen setzen und Datei schließenFür die nächste Datei wiederholen

Abbildung 3: Konzeptioneller Ablauf; tatsächliche Reihenfolge und Parallelität hängen vom Kopierverfahren und Dateisystem ab.

Zu untersuchender Bereich Im Vergleich konstant zu haltende Bedingungen
Dateiinhalte Gesamtzahl der Bytes, Dateianzahl, Inhalt und Komprimierbarkeit.
Speichergerät und Verwaltungsarbeit Quell- und Zielgeräte, freier Speicherplatz, Dateisystem und gleichzeitige Auslastung.
Kopierpfad und Verfahren Lokaler Speicher oder SMB-Freigabe, Netzwerk, Kopieranwendung und das Gerät, das die Dateien entpackt.

Die Dateiverwaltungsarbeit bleibt auch bei Verwendung einer SSD bestehen. Schätzen Sie die Dauer für 10.000 Dateien nicht allein anhand der sequenziellen Übertragungsrate einer großen Datei, und ordnen Sie nicht jedes Kopieren kleiner Dateien pauschal als zufällige Ein-/Ausgabe ein. Betrachten Sie die Platzierung der Inhalte und den Aufwand pro Datei getrennt.[S3: Master File Table] [S1: Slow SMB files transfer speed]

Funktionsweise

Die Mechanismen, die trotz gleicher Gesamtgröße zu unterschiedlichen Zeiten führen können, lassen sich in drei Bereiche gliedern: das Warten auf Antworten, das Bündeln von Dateien in einem ZIP-Archiv und der Ort, an dem das Entpacken stattfindet.

Bandbreite und Antwortwartezeit sind unterschiedliche Eigenschaften eines NAS

Bei einer SMB-Freigabe kann der PC einen Dateivorgang anfordern, warten, während das entfernte Dateisystem ihn verarbeitet, und anschließend auf die Antwort warten. Werden viele kleine Dateien nacheinander kopiert, kann die Dateierstellung mehr Zeit beanspruchen als das Senden ihres Inhalts. Ein Teil der verfügbaren Netzwerkbandbreite bleibt dann ungenutzt.[S1: Slow SMB files transfer speed]

Dateivorgänge über ein NetzwerkEine Anforderung des PCs durchquert das Netzwerk, wird vom entfernten Dateisystem verarbeitet und als Antwort an den PC zurückgesendet.PC fordert einen Dateivorgang anAnforderung durchquert das NetzwerkEntferntes System verarbeitet die DateiAntwort kehrt zum PC zurück

Abbildung 4: Eine große Datenmenge auf einmal übertragen zu können und auf jeden Vorgang schnell zu antworten sind unterschiedliche Fähigkeiten.

Die Bandbreite lässt sich mit der Anzahl der Fahrspuren einer Straße vergleichen, die Latenz mit der Zeit, bis eine Antwort eintrifft. Auch eine Virenschutzprüfung kann die Verarbeitungszeit jeder Datei beeinflussen.[S1: Slow SMB files transfer speed]

Das bedeutet nicht, dass jede Datei zwangsläufig eine feste Anzahl von Netzwerkübertragungen auslöst. SMB kann mehrere Vorgangsanforderungen bündeln; Zwischenspeicherung und Parallelität verändern ebenfalls den Ablauf der Wartezeiten. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Heim-LAN und ein entfernter Freigabeordner gleichwertige Bedingungen bieten.[S5: Sending Compounded Requests] [S8: File Caching]

ZIP-Komprimierung und Bündelung getrennt bewerten

Ein ZIP-Archiv kann Daten komprimieren und mehrere Dateien in einem Container bündeln. Da JPEG-Daten bereits komprimiert sind, wird ein ZIP-Archiv mit JPEG-Dateien möglicherweise kaum kleiner. Dennoch kann es die Anzahl der zu übertragenden Dateien von 10.000 auf eine reduzieren.[S6: Zip and unzip files]

Zwei Aufgaben von ZIPDas Bündeln verändert die Zahl der übertragenen Dateien, während die Komprimierung die Zahl der übertragenen Bytes verändert; dies sind getrennte Wirkungen.Fotos in einem ZIP-Archiv bündelnEine Datei übertragenGrößenänderung hängt vom Inhalt ab

Abbildung 5: Auch bei geringer Komprimierung kann ZIP die Anzahl der übertragenen Dateien verringern.

Wenn die Fotos am Ende als gewöhnliche Dateien in einem Ordner benötigt werden, ist die folgende Gesamtdauer zu vergleichen:

Benötigte Zeit mit ZIP = ZIP-Erstellung + ZIP-Übertragung + Entpacken

Beim Erstellen des ZIP-Archivs wird jede kleine Datei gelesen; beim Entpacken wird jede kleine Datei am Entpackungsziel neu erstellt. Die Arbeit entfällt nicht. Das Verfahren verändert vielmehr, wo sie ausgeführt und wie die Dateien transportiert werden. Wenn die Verarbeitung vor und nach der Übertragung erheblich ist, kann das Kopieren ohne Bündelung schneller sein.[S1: Slow SMB files transfer speed]

Unterscheiden, welches Gerät die Dateien entpackt

Wird ein ZIP-Archiv an den PC der empfangenden Person übertragen und auf dessen lokalem Laufwerk entpackt, müssen die einzelnen kleinen Dateien nicht über das Netzwerk erstellt werden. Microsoft beschreibt ebenfalls das Entpacken eines Archivs auf dem Zielsystem, statt es aus der Ferne zu entpacken.[S1: Slow SMB files transfer speed]

Entpacken auf dem Ziel und Entpacken vom PC in eine FreigabeZu unterscheiden sind das interne Entpacken durch das Ziel und das Schreiben jeder entpackten Datei vom PC auf ein freigegebenes Ziel.ZIP an das Ziel sendenZiel entpackt es internMit einer Anwendung auf dem PC entpackenJede kleine Datei an die Freigabe senden

Abbildung 6: Dass die ZIP-Datei auf dem NAS gespeichert ist, bedeutet nicht, dass auch das Entpacken innerhalb des NAS erfolgt.

Wenn Sie ein auf dem NAS gespeichertes ZIP-Archiv im Datei-Explorer des PCs öffnen und denselben Freigabeordner als Entpackungsziel auswählen, schreibt der PC die entpackten kleinen Dateien über SMB auf das NAS zurück. Dieser Pfad umfasst erneut zahlreiche einzelne Netzwerkvorgänge und unterscheidet sich vom internen Entpacken durch eine Funktion des NAS selbst.

Kann das NAS das Archiv nicht selbst entpacken, messen Sie den vollständig verfügbaren tatsächlichen Pfad. Internes Entpacken auf dem NAS und lokales Entpacken auf dem PC führen zu unterschiedlichen endgültigen Speicherorten und dürfen deshalb nicht so verglichen werden, als erledigten sie dieselbe Aufgabe.

Beispiele

Dieser Abschnitt enthält eine beispielhafte Berechnung und die im Verfahren erzeugten Vergleichsdaten. Beides sind keine gemessenen Geschwindigkeiten eines bestimmten Computers.

Vereinfachte Berechnung für 1 GB und 10.000 Dateien

Das folgende Modell nimmt an, dass alle Vorgänge nacheinander und ohne zeitliche Überlappung stattfinden. Es ist nicht die genaue von Windows verwendete Formel.

Kopierdauer ≒ Gesamtzahl der Bytes ÷ Inhaltsübertragungsrate
              + Dateianzahl × zusätzliche Zeit pro Datei

Nehmen wir zur Veranschaulichung eine Inhaltsübertragungsrate von 100 MB/s und eine zusätzliche Zeit von 2 ms pro Datei an. Da 1 GB hier 1.000 MB entspricht, dauert die Inhaltsübertragung 10 Sekunden. Für eine Datei kommen 0,002 Sekunden hinzu, für 10.000 Dateien dagegen 20 Sekunden. Daraus ergibt sich für den zweiten Fall eine beispielhafte Gesamtdauer von ungefähr 30 Sekunden.

Kopierdauer in zwei Bestandteile aufteilenDie durch die Gesamtgröße bestimmte Übertragungszeit wird von der zusätzlichen, mit der Dateianzahl anwachsenden Zeit getrennt.Von der Gesamtgröße bestimmte ZeitGesamte KopierdauerVon der Dateianzahl bestimmte Zusatzzeit

Abbildung 7: Mit steigender Dateianzahl kann die Dauer von mehr als nur der Datenmenge abhängen.

Die Werte wurden aus Annahmen berechnet. Parallelität, Zwischenspeicher sowie CPU- und Speichergrenzen bleiben unberücksichtigt. Die Berechnung sagt daher nicht voraus, dass ein tatsächliches Gerät genau 30 Sekunden benötigt.

Große Datei, kleine Dateien und ein unkomprimiertes ZIP-Archiv

Grundlage der Vergleichsdaten

Mit eigenen Videos und Fotos lassen sich Trends beobachten, doch diese Dateien unterscheiden sich in Inhalt und Komprimierbarkeit. Das folgende Verfahren schreibt dieselbe Bytefolge in eine große Datei und in mehrere kleinere Dateien und erzeugt anschließend aus den kleinen Dateien ein unkomprimiertes ZIP-Archiv.

Fall Zusammensetzung Gesamtinhalt
A Eine 1-GB-Datei mit dem Namen one.bin. 1.000.000.000 Byte.
B 10.000 Dateien mit je 100 KB, benannt von part-00000.bin bis part-09999.bin. 1.000.000.000 Byte.
C Ein unkomprimiertes small.zip, das den Ordner small aus B enthält. Der entpackte Inhalt entspricht B; das ZIP-Archiv enthält zusätzlich eigene Verwaltungsinformationen.
Drei Formen von VergleichsdatenEine große Datei und viele kleine Dateien werden mit demselben Gesamtinhalt erstellt; anschließend wird aus den kleinen Dateien ein unkomprimiertes ZIP-Archiv erzeugt.Dieselben insgesamt 1 GB vorbereitenEine 1-GB-Datei10.000 Dateien mit je 100 KBDenselben Inhalt in ein unkomprimiertes ZIP aufnehmen

Abbildung 8: Mit einem unkomprimierten ZIP lässt sich die Bündelung getrennt von einer Änderung der komprimierten Größe beobachten.

A und B besitzen denselben Gesamtinhalt, die ZIP-Datei in C ist jedoch nicht genau 1.000.000.000 Byte groß. Die aus Pseudozufallsbytes erzeugten .bin-Dateien lassen sich nicht als tatsächliche Fotos oder Videos öffnen, eignen sich nicht zur Prüfung der Fotoqualität und bilden nicht das Verhalten von Anwendungen nach, die echte Mediendateien verarbeiten.

Vorgehensweise

Beginnen Sie mit einem Vergleich im Datei-Explorer. Vergleichen Sie die robocopy-Parallelität nur bei Bedarf. Verwenden Sie Versuchsdaten statt wichtiger Fotos oder Dokumente, und verwechseln Sie Kopieren nicht mit Verschieben.

Ändern Sie keine Schutzfunktionen, SMB-Signierung, Synchronisierungseinstellungen oder vergleichbare Sicherheitsvorgaben. Wenn Schreibrechte oder NAS-Vorgänge verwaltet werden, umgehen Sie diese Regeln nicht, sondern wenden Sie sich an die zuständige Administration.[S10: SMB signing overview]

Versuchsdateien mit gleicher Gesamtgröße erstellen

Verwenden Sie Windows PowerShell 5.1 oder neuer und vergewissern Sie sich, dass sich der temporäre Ordner auf einem lokalen Laufwerk befindet. A und B belegen zusammen ungefähr 2 GB, mit dem ZIP-Archiv werden ungefähr 3 GB benötigt. Stellen Sie sicher, dass auf dem Quelllaufwerk mindestens 5 GB frei sind und das Ziel ausreichend Platz für sämtliche Kopier- und Entpackversuche besitzt. Führen Sie die PowerShell-Beispiele nacheinander in derselben PowerShell-Sitzung aus.

Zwei Datensätze aus denselben Bytefolgen erstellenJeder erzeugte Block aus 100000 Pseudozufallsbytes wird an die große Datei angehängt und zugleich als eigene kleine Datei gespeichert.100000 Byte erzeugenAn one.bin anhängenAls einzelne part-Datei speichern10.000-mal wiederholen

Abbildung 9: Da dieselben erzeugten Bytes in beide Datensätze geschrieben werden, stimmen ihre Gesamtinhaltsgrößen überein.

  1. Vergewissern Sie sich, dass Sie in einem neuen Versuchsordner arbeiten und keine vorhandenen Daten verwenden.

    Der Code erstellt einen eindeutig benannten copylab-Ordner. Notieren Sie den angezeigten Speicherort. Das Verfahren setzt einen unterbrochenen Lauf nicht unbemerkt fort. Tritt ein Fehler auf, schließen Sie die Daten dieses Laufs vom Vergleich aus.

  2. Führen Sie den folgenden Code aus, um eine große Datei und eine Gruppe kleiner Dateien zu erstellen.

    $ErrorActionPreference = 'Stop'
    $lab = Join-Path ([System.IO.Path]::GetTempPath()) ('copylab-' + [guid]::NewGuid().ToString('N'))
    $drive = New-Object System.IO.DriveInfo ([System.IO.Path]::GetPathRoot($lab))
    if ($drive.AvailableFreeSpace -lt 5GB) {
        throw 'Stellen Sie sicher, dass auf dem Versuchslaufwerk mindestens 5 GB frei sind.'
    }
    $largeDir = Join-Path $lab 'large'
    $smallDir = Join-Path $lab 'small'
    [System.IO.Directory]::CreateDirectory($largeDir) | Out-Null
    [System.IO.Directory]::CreateDirectory($smallDir) | Out-Null
    Write-Host "Erstellt unter: $lab"
        
    $fileCount = 10000
    $buffer = New-Object byte[] 100000
    $random = New-Object System.Random 20260905
    $large = [System.IO.File]::Open(
        (Join-Path $largeDir 'one.bin'),
        [System.IO.FileMode]::CreateNew,
        [System.IO.FileAccess]::Write,
        [System.IO.FileShare]::None
    )
    try {
        for ($i = 0; $i -lt $fileCount; $i++) {
            $random.NextBytes($buffer)
            $name = 'part-{0:D5}.bin' -f $i
            [System.IO.File]::WriteAllBytes((Join-Path $smallDir $name), $buffer)
            $large.Write($buffer, 0, $buffer.Length)
        }
    }
    finally {
        $large.Dispose()
    }
    Write-Host "Vorbereitung abgeschlossen. Jeder Datensatz enthält $([long]$fileCount * $buffer.Length) Byte."
    
  3. Bestätigen Sie den Abschluss und prüfen Sie anschließend die Dateianzahl und Gesamtgröße in den Ordnern large und small.

    one.bin im Ordner large ist 1.000.000.000 Byte groß. Der Ordner small enthält 10.000 Dateien mit jeweils 100.000 Byte. Prüfen Sie in den Ordnereigenschaften die Gesamtzahl der Inhaltsbytes. Eine Abschlussmeldung allein bestätigt nicht, dass eine spätere Kopie korrekt ist.

A und B werden in einem gemeinsamen Versuchsordner erstellt. Dieselben Bytefolgen liegen einmal als einzelne Datei und einmal aufgeteilt vor; beide Datensätze enthalten 1.000.000.000 Byte. Die Pseudozufallsdaten vermeiden die extreme Komprimierbarkeit einer ausschließlich mit Nullen gefüllten Datei, garantieren aber nicht dieselben Leistungseigenschaften wie tatsächliche Fotos.

Ein unkomprimiertes ZIP erstellen und seine Erstellungsdauer erfassen

Vergewissern Sie sich, dass die vorherige Erzeugung erfolgreich abgeschlossen wurde und $lab sowie $smallDir weiterhin in derselben PowerShell-Sitzung definiert sind. Das Verfahren gilt nur für die erzeugten gewöhnlichen Dateien. Compress-Archive besitzt Einschränkungen und lässt unter anderem versteckte Dateien aus. Verwenden Sie dieses Beispiel deshalb nicht als vollständige Sicherung eines wichtigen Ordners.

  1. Führen Sie den folgenden Code in derselben PowerShell-Sitzung aus.

    $zip = Join-Path $lab 'small.zip'
    $watch = [System.Diagnostics.Stopwatch]::StartNew()
    Compress-Archive -LiteralPath $smallDir -DestinationPath $zip -CompressionLevel NoCompression
    $watch.Stop()
    Write-Host "ZIP-Erstellung: $($watch.Elapsed.TotalSeconds) Sekunden"
    Write-Host "ZIP-Größe: $((Get-Item -LiteralPath $zip).Length) Byte"
    

    NoCompression speichert die Dateien ohne Inhaltskomprimierung im ZIP-Archiv. Das Archiv enthält dennoch Verwaltungsinformationen.[S7: Compress-Archive]

  2. Notieren Sie die zur ZIP-Erstellung benötigten Sekunden und die Bytezahl des Archivs.

    Bestätigen Sie, dass small.zip erstellt wurde. Nach dem Entpacken befinden sich die Dateien in einem Ordner namens small; bei der späteren Anzahlprüfung werden deshalb die Inhalte dieses Ordners verglichen. Schließen Sie fehlgeschlagene Erstellungsversuche aus und prüfen Sie vor einem neuen Versuch die ursprünglichen Versuchsdaten und den freien Speicherplatz.

Damit liegt C vor, das dieselben Dateien wie B enthält, und die ZIP-Erstellungsdauer ist erfasst. Die Erzeugung von A und B dient der Versuchsvorbereitung. Die ZIP-Erstellung ist dagegen ein Kostenbestandteil des ZIP-Verfahrens und wird in dessen Vergleich einbezogen.

Über denselben Pfad kopieren und die Zeit bis zur Nutzbarkeit messen

Halten Sie Quell- und Zielgeräte, Verbindung, Anwendung und gleichzeitige Auslastung unverändert. Für jeden Versuch benötigen Sie die Berechtigung und ausreichende Kapazität, ein neues leeres Ziel bereitzustellen. Die Inhaltsprüfung erfolgt nach und außerhalb des gemessenen Zeitraums. Ziel des Vergleichs ist, B und C am selben endgültigen Speicherort nutzbar zu machen.

Vorgehen zum Angleichen der VergleichsbedingungenPfad und Verfahren bleiben unverändert, die Reihenfolge wird variiert, jeder Lauf verwendet ein neues leeres Ziel und der Inhalt wird nach dem Abschluss geprüft.Gleiche Geräte, gleicher Pfad und gleiches VerfahrenBei jedem Lauf ein neues leeres ZielMehrfach in unterschiedlicher Reihenfolge messenAuch Anzahl und Inhalt prüfen

Abbildung 10: Zeit, die durch das Überspringen einer vorhandenen Datei eingespart wurde, darf nicht mit einer schnelleren Übertragung verwechselt werden.

  1. Notieren Sie Geräte, Pfad, Kopierverfahren und das Gerät, das die Dateien entpackt.

    Vermischen Sie Kopien innerhalb desselben physischen Laufwerks nicht mit Kopien zwischen verschiedenen Geräten. Verwenden Sie keine ausschließlich online verfügbaren Cloud-Dateien, und halten Sie Virenschutz- und Synchronisierungsbedingungen unverändert. Kann das NAS ein Archiv nicht selbst entpacken, erfassen Sie den Pfad als Entpacken durch den PC auf das freigegebene Ziel.

  2. Kopieren Sie A, B und C mit dem Datei-Explorer jeweils einzeln in ein neues, leeres Ziel.

    Verwenden Sie nicht „Verschieben“. Messen Sie mit derselben Regel für jeden Fall vom Start des Kopierens bis zum Schließen der Abschlussanzeige. Erfassen Sie die verstrichene Zeit, nicht die geschätzte Restdauer oder eine momentane Geschwindigkeitsanzeige. Versuche, bei denen vorhandene Dateien übersprungen oder überschrieben werden sollen, gehören nicht in einen Vergleich unter gleichen Bedingungen.

  3. Wenn C als einzelne Dateien verwendet werden muss, messen Sie zusätzlich die Entpackungsdauer.

    Bei einem Vergleich, der entpackte Dateien erfordert, addieren Sie ZIP-Erstellung, Übertragung und Entpacken. Beziehen Sie die zuvor gemessene ZIP-Erstellungsdauer als feste Erstellungskosten in jeden Vergleich ein. Die wiederholte Verwendung desselben ZIP-Archivs ist als eigene Bedingung zu erfassen. Notieren Sie auch bei gleichem Speicherziel, ob der PC oder das NAS intern entpackt hat.

  4. Messen Sie jeden Fall mehrfach – beispielsweise dreimal – in unterschiedlicher Reihenfolge und erfassen Sie sowohl den Median als auch die Streuung.

    Ein neues Ziel leert den quellseitigen Zwischenspeicher nicht. Notieren Sie Fälle, in denen nur der zweite Lesevorgang schneller wird, und berücksichtigen Sie, dass Inhaltsprüfungen den folgenden Versuch beeinflussen können. Dieses Verfahren beobachtet Trends, die gewöhnlichem Kopieren ähneln; es ist keine strenge Messung der Leistung ungepufferter Medienzugriffe.[S8: File Caching]

Sie verfügen anschließend über Zeiten und Messbedingungen für A, B und C. Verwenden Sie A in der Tabelle unter „Überprüfung“ als Kontrollfall. Vergleichen Sie B und C als Verfahren zur Bereitstellung derselben Dateimenge und beziehen Sie nur erfolgreiche Versuche in die Geschwindigkeitsbewertung ein.

robocopy-Parallelität vergleichen, wenn ZIP ungeeignet ist

Verwenden Sie dieselbe PowerShell-Sitzung, in der die Versuchsdaten erstellt wurden. Vergewissern Sie sich, dass $smallDir auf diese Daten verweist, Protokolle nach $lab geschrieben werden können und der übergeordnete Zielordner beschreibbar ist. Bewahren Sie die Originaldaten auf und erstellen Sie für jeden Lauf ein neues Ziel. Fügen Sie keine Optionen hinzu, die Daten löschen, etwa /MIR, /PURGE oder /MOVE.

Wartezeiten einzelner Dateien überlappenBei der parallelen Verarbeitung mehrerer Dateien kann eine Datei übertragen werden, während eine andere auf eine Antwort wartet.Mehrere Dateien parallel verarbeitenDatei A wartet auf eine AntwortDatei B wird übertragenWartezeiten überlappen

Abbildung 11: Parallelität lässt Wartezeiten überlappen; sie macht die Netzwerkverbindung oder den Datenträger selbst nicht schneller.

  1. Bestätigen Sie den Grund, aus dem ZIP ungeeignet ist, beispielsweise weil einzelne Dateien sofort benötigt oder Änderungen wiederholt übertragen werden müssen.

    Die robocopy-Option /MT verarbeitet mehrere Dateien parallel. Während ein Vorgang auf eine Antwort wartet, kann eine andere Übertragung fortgesetzt werden. Die Geschwindigkeit der Netzwerkverbindung oder des Geräts selbst steigt dadurch nicht.[S9: robocopy] [S4: Performance Tuning for SMB File Servers]

  2. Ändern Sie $targetRoot auf ein beschreibbares Ziel und führen Sie den folgenden Code aus.

    $targetRoot = '\\NAS\share\CopyLab' # An das eigene Kopierziel anpassen
    $runId = [guid]::NewGuid().ToString('N')
    $target = Join-Path $targetRoot ('small-mt8-' + $runId)
    $log = Join-Path $lab ('robocopy-' + $runId + '.log')
    robocopy $smallDir $target /E /MT:8 /R:1 /W:1 /XJ "/LOG:$log"
    $code = $LASTEXITCODE
    if ($code -ge 8) {
        throw "Beim Kopieren wurde ein Fehler gemeldet. Exitcode=$code; Protokoll=$log"
    }
    Write-Host "Exitcode=$code. Prüfen Sie im Protokoll die Anzahl kopierter, übersprungener, abweichender und fehlgeschlagener Dateien sowie den Inhalt des Ziels: $log"
    

    Ersetzen Sie die beispielhaften NAS- und Freigabenamen. Messen Sie nach derselben Zeitregel unmittelbar vor dem Start des Befehls bis zu seinem Abschluss und bewahren Sie sowohl den angezeigten Protokollpfad als auch den Exitcode auf.

  3. Vergleichen Sie /MT:1 und /MT:8 auf dieselbe Weise und halten Sie alle Bedingungen außer der Parallelität konstant.

    Jeder neue Lauf erstellt mit einer neuen GUID ein eigenes Ziel und Protokoll. Der Bestandteil small-mt8 des Beispielordners kennzeichnet die Bedingung. Ändern Sie ihn beim Prüfen von /MT:1 in small-mt1, damit die Aufzeichnungen unterscheidbar bleiben. Ändern Sie ZIP-Verwendung und Parallelität nicht gleichzeitig; bewerten Sie jeweils nur eine Änderung.

    /MT:8 ist ein Ausgangspunkt für den Vergleich, kein optimaler Wert. Zu hohe Parallelität kann die Last auf dem entfernten System erhöhen und den Kopiervorgang verlangsamen. Behandeln Sie Fehler nicht als Nachweis höherer Geschwindigkeit, sondern prüfen Sie Protokoll und Zielinhalt.[S1: Slow SMB files transfer speed]

Für dieselbe Dateimenge B verfügen Sie anschließend für jede Parallelitätsstufe über Dauer, Protokoll und Ergebnis der Inhaltsprüfung. Ein Exitcode ab 8 schließt mindestens einen Fehler ein und beendet das Beispiel. Auch bei einem Exitcode von 0 bis 7 ist die folgende Überprüfung erforderlich.

Überprüfung

Bewerten Sie den Abschluss auf zwei getrennte Arten: Sind die Inhalte vollständig, und ist die Zeit bis zu ihrer Nutzbarkeit unter gleichen Bedingungen kürzer geworden? Eine Abschlussanzeige oder ein Exitcode ersetzt keine Integritätsprüfung.

Anzahl, Inhalt und Befehlsergebnis vergleichen

Erwartete Ergebnisse und Rückkehrpunkt bei Fehlern
Ziel Erwartetes Ergebnis Bei einer Abweichung
Ziel von A Eine Datei one.bin mit 1.000.000.000 Byte. Versuch ausschließen und erzeugte Quelle, Ziel und Protokoll prüfen.
Ziel von B 10.000 Dateien von part-00000.bin bis part-09999.bin mit insgesamt 1.000.000.000 Byte. Auf übersprungene Dateien, Fehler und ein vermischtes Ziel prüfen.
C nach dem Entpacken Dieselben relativen Dateinamen, dieselbe Anzahl und dieselbe Gesamtzahl von Bytes wie im Ordner small von B. Entpackungshierarchie prüfen und ermitteln, ob Dateien beim Erstellen, Übertragen oder Entpacken des ZIP verloren gingen.

Gleiche Anzahlen und Größen beweisen nicht, dass die Inhalte identisch sind. Vergleichen Sie erforderlichenfalls außerhalb des gemessenen Zeitraums die Hashwerte der jeweiligen Quell- und Zieldateien. Prüflesevorgänge können den Zwischenspeicherzustand nachfolgender Versuche beeinflussen; halten Sie daher fest, wann diese Lesevorgänge stattfinden.

Inhalte prüfen, bevor Zeiten verglichen werdenAnzahl und Größe werden geprüft, erforderlichenfalls werden Hashwerte verglichen, und Versuche mit Abweichungen oder Fehlern gelten nicht als erfolgreiche Beschleunigung.janeinjaneinAnzahl und Größe prüfenStimmen sie überein?Erforderlichenfalls Hashwerte vergleichenVersuch ausschließen und untersuchenKeine Abweichung und kein Fehler?Zeiten unter gleichen Bedingungen vergleichen

Abbildung 12: Angezeigte Geschwindigkeit und Korrektheit der kopierten Inhalte sind getrennt zu prüfen.

robocopy-Optionen und Exitcodes
Option oder Ergebnis Bedeutung in diesem Beispiel
/E Alle Unterverzeichnisse einschließlich leerer Verzeichnisse kopieren.
/MT:8 Mit acht Threads parallel kopieren und mit /MT:1 vergleichen.
/R:1 /W:1 Nach einem Fehler einmal erneut versuchen und vor dem neuen Versuch eine Sekunde warten.
/XJ Verbindungspunkte ausschließen; der Vergleich betrifft die erzeugten gewöhnlichen Dateien.
/LOG Für jeden Lauf ein eigenes Protokoll schreiben.
Exitcode 1 Kann auch nach erfolgreichem Kopieren zurückgegeben werden; ein von null verschiedener Wert allein bedeutet keinen Fehler.
Exitcode ab 8 Mindestens ein Kopierfehler ist aufgetreten; Geschwindigkeitsvergleich abbrechen und Protokoll untersuchen.
Exitcode 0–7 Garantiert allein keine Vollständigkeit; Anzahl kopierter, übersprungener, abweichender und fehlgeschlagener Dateien sowie die tatsächlichen Dateien prüfen.

Die Microsoft-Dokumentation zu robocopy beschreibt Optionen und Exitcodes. Zu den standardmäßig kopierten Informationen gehören Daten, Attribute und Zeitstempel. Dieses Beispiel ist keine vollständige Sicherung, die sämtliche Informationen wie Zugriffssteuerungslisten bewahrt.[S9: robocopy]

Tatsächliche Messwerte erfassen

Auszufüllende Ergebnistabelle

Die folgende Tabelle enthält absichtlich keine gemessenen Zahlenwerte. Erfassen Sie Bedingungen, Reihenfolge der Versuche, Entpackungsort und aufgetretene Fehler. Bewahren Sie die einzelnen verstrichenen Zeiten und ihre Streuung auf, nicht nur den Median.

Fall Erstellungsdauer Übertragungsdauer Entpackungsdauer Gesamtdauer bis zur Nutzbarkeit
A: Eine große Datei Als Vergleichsvorbereitung ausgeschlossen Messen und erfassen Nicht erforderlich Übertragungsdauer als Kontrollwert
B: 10.000 kleine Dateien Als Vergleichsvorbereitung ausgeschlossen Messen und erfassen Nicht erforderlich Übertragungsdauer
C: Unkomprimiertes ZIP von B ZIP-Erstellung erfassen Messen und erfassen Falls erforderlich erfassen Erstellung + Übertragung + Entpacken

Bewerten Sie B und C unter der Bedingung, dass dieselbe Dateimenge am selben endgültigen Ziel verwendet werden kann. Wird das ZIP-Archiv lediglich gespeichert, ist kein Entpacken erforderlich; dies ist jedoch eine andere Bedingung als die Verwendung der Einzeldateien. Überlappen sich die Verteilungen wiederholter Versuche, belegen die Ergebnisse keine Beschleunigung, die über die beobachtete Schwankung hinausgeht.

Langsames Kopieren von einem Fehler unterscheiden

Ermitteln Sie, ob nur große Mengen kleiner Dateien langsam sind, ob auch große Dateien langsam sind und ob dieselbe Datei beim lokalen Kopieren langsam ist. Fällt die Übertragungsrate erst im Verlauf ab, kann auch Zwischenspeicherung beteiligt sein. Die angezeigte Rate allein identifiziert die Ursache nicht.[S8: File Caching] [S1: Slow SMB files transfer speed]

Umfang der Kopierverlangsamung eingrenzenEs wird unterschieden, ob nur kleine Dateien langsam sind oder ob die Verlangsamung unabhängig von der Datenform auftritt.janeinSind nur kleine Dateien langsam?Dateianzahl und Wartezeiten untersuchenAuch Geräte, Verbindungen und Auslastung untersuchenZusätzlich Fehler und Verbindungsabbrüche prüfen

Abbildung 13: Langsames Kopieren kleiner Dateien ist nicht dasselbe wie ein Kopierfehler oder eine Gerätestörung.

Wenn das Kopieren fehlschlägt, die Verbindung abbricht oder die Leistung plötzlich wesentlich schlechter als früher ist, darf das Problem nicht ausschließlich mit der Dateianzahl erklärt werden. Brechen Sie den Vergleich ab, schützen Sie wichtige Daten vorrangig und prüfen Sie Protokolle, Verbindungen, freien Speicherplatz und Gerätestatus. Stellen Sie in einer verwalteten Umgebung der zuständigen Administration Bedingungen und Protokolle bereit.

Entfernen Sie die Versuchsdaten nach der Überprüfung erst, nachdem Sie bestätigt haben, dass der angezeigte copylab-Ordner und jedes Versuchsziel tatsächlich die von Ihnen erzeugten Daten enthalten. Es wird absichtlich kein automatischer Löschbefehl bereitgestellt. Löschen Sie keine ursprünglichen Fotos oder Dokumente.

Grenzen

Was der Vergleich belegen kann und was nicht

Die Erläuterung zeigt, wie die Dateianzahl die verstrichene Zeit beeinflussen kann. Sie ist keine endgültige Diagnose der Ursache auf einem bestimmten Gerät. Die Zahlenbeispiele sind hypothetisch; die Vergleichsverfahren sind keine bereits durchgeführten Messungen. Weder die Verwendung von ZIP noch eine Änderung der Parallelität garantiert eine Leistungsverbesserung.

Auch bei einem neuen leeren Ziel werden die Lesezwischenspeicher des Betriebssystems und der Zustand der Geräte nicht vollständig angeglichen. Die Zeit bis zum Schließen des Kopierfensters misst nicht, ob sämtliche Schreibvorgänge bereits einen Stromausfall überstehen würden. Prüfen Sie dies nicht, indem Sie ein externes Gerät unmittelbar abziehen, sondern verwenden Sie das gewöhnliche Verfahren zum sicheren Entfernen.[S8: File Caching]

Datensicherung und Schutzfunktionen sind eigenständige Anforderungen

Die erzeugten .bin-Dateien und das unkomprimierte ZIP-Archiv sind Vergleichsdaten. Compress-Archive besitzt Einschränkungen und lässt beispielsweise versteckte Dateien aus. Ein gewöhnlicher robocopy-Aufruf bewahrt ebenfalls nicht sämtliche Attribute und Berechtigungen. Entwerfen Sie keine vollständige Sicherung wichtiger Daten allein anhand dieses Geschwindigkeitsvergleichs.[S7: Compress-Archive] [S9: robocopy]

Dieser Artikel empfiehlt nicht, Virenschutz oder SMB-Signierung zugunsten höherer Geschwindigkeit zu deaktivieren. SMB-Signierung schützt die Kommunikation vor Manipulation. Umgehen Sie keine Einstellungen eines verwalteten PCs, sondern wenden Sie sich an die zuständige Administration.[S10: SMB signing overview]

Bevor Sie ein schnelleres Gerät kaufen, untersuchen Sie zunächst Gesamtgröße und Dateianzahl, den tatsächlichen Kopierpfad sowie die vollständige Zeit bis zur Nutzbarkeit. Trennen Sie die Entscheidung über eine Optimierung von der Überprüfung, ob die kopierten Inhalte korrekt sind.

Quellen

Diese Quellen wurden am 17. September 2026 geprüft. Für jede Quelle ist angegeben, welche Aussage sie stützt. Konfigurationsbeispiele aus Serverdokumentation sind nicht zur unveränderten Anwendung durch allgemeine Anwenderinnen und Anwender oder auf jedes NAS bestimmt.

[S1] Microsoft Learn, Slow SMB files transfer speed. Stützt die Erläuterung des Aufwands für Dateierstellung, Kommunikation und Prüfung bei großen Mengen kleiner Dateien sowie der parallelen Kopie und des Entpackens eines Archivs auf dem Ziel.

[S2] Microsoft Learn, CreateFileW function. Beschreibt das Öffnen und Erstellen von Dateien, angeforderte Zugriffsrechte und Freigabemodi.

[S3] Microsoft Learn, Master File Table. Beschreibt, wie NTFS Verwaltungsinformationen für jede Datei führt.

[S4] Microsoft Learn, Performance Tuning for SMB File Servers. Stützt die Erläuterung der robocopy-Parallelität und Protokollierung beim Kopieren kleiner Dateien.

[S5] Microsoft Open Specifications, Sending Compounded Requests. Beschreibt, wie SMB2 mehrere zusammengehörige Vorgänge gemeinsam senden kann.

[S6] Microsoft Support, Zip and unzip files. Stützt das Bündeln von Dateien in ZIP-Archiven und weist darauf hin, dass bereits komprimierte Formate wie JPEG möglicherweise kaum kleiner werden.

[S7] Microsoft Learn, Compress-Archive. Beschreibt NoCompression und Einschränkungen wie das Auslassen versteckter Dateien.

[S8] Microsoft Learn, File Caching. Beschreibt den Systemdateicache und verzögertes Schreiben.

[S9] Microsoft Learn, robocopy. Beschreibt Parallelität, Wiederholungsversuche, Protokollierung, kopierte Informationen und Exitcodes.

[S10] Microsoft Learn, SMB signing overview. Beschreibt Schutzzweck und betriebliche Aufgabe der SMB-Signierung.

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Häufige Fragen

Fragen, die in Beratungen zu diesem Artikelthema häufig gestellt werden.

Warum kopiert ein Fotoordner langsamer, obwohl die Größe gleich ist?
Eine Kopie ist nicht nur die Übertragung des Inhalts. Für jede Datei wird die Zieldatei erstellt, ihre Informationen werden verwaltet, sie wird geschlossen und so weiter. Bei vielen kleinen Dateien wächst der Anteil dieser Verarbeitung und der Wartezeiten. Entscheidend ist nicht das Fotoformat selbst, sondern die Anzahl der Dateien und die Größe jeder einzelnen.
Kopieren kleine Dateien auch auf einer SSD oder einem schnellen LAN langsam?
Ja. Selbst auf einer SSD bleibt die Dateiverwaltung, und beim Kopieren auf ein NAS oder Ähnliches kommt die Zeit hinzu, in der auf das Netz und die Verarbeitung der Gegenseite gewartet wird. Die Geschwindigkeit einer ununterbrochenen Übertragung großer Dateien und die Geschwindigkeit, mit der viele kleine Dateien abgearbeitet werden, sind zwei verschiedene Dinge.
Wenn JPEGs in einem ZIP kaum kleiner werden, lohnt sich das Bündeln dann überhaupt?
Selbst wenn die Größe kaum sinkt, hat es einen Effekt, die zu übertragenden Dateien zu einer zusammenzufassen. Das Erstellen und Entpacken des ZIP kostet allerdings ebenfalls Zeit. Für Verwendungen, die das Entpacken erfordern, vergleichen Sie die Gesamtzeit aus Erstellung, Übertragung und Entpacken.
Wird es schneller, ein ZIP auf das NAS zu schicken und es dann vom PC aus in den freigegebenen Ordner zu entpacken?
Bei diesem Weg schreibt der PC die entpackten kleinen Dateien auf das NAS, sodass die Dateierstellung über das Netz von vorn beginnt. Unterscheiden Sie das vom Entpacken innerhalb des NAS mit einer Funktion, die das NAS selbst unterstützt, und messen Sie inklusive Entpacken.
Wird das parallele Kopieren von robocopy umso schneller, je mehr Threads man hinzunimmt?
Nein. Parallelität lässt die Wartezeiten pro Datei überlappen, erhöht aber auch die Last auf den Speicher oder das NAS. Vergleichen Sie unter gleichen Bedingungen, beginnend mit einer kleinen Thread-Zahl, und prüfen Sie das Protokoll außerdem auf Kopierfehler und verpasste Dateien.

Autorenprofil

Profilseite des Artikelautors.

Go Komura

Vertretungsberechtigter von KomuraSoft LLC

Schwerpunkte sind Windows-Softwareentwicklung, technische Beratung und Fehleruntersuchung. Besondere Stärken liegen bei Projekten mit bestehenden Assets und bei der Untersuchung von Störungen, deren Ursache schwer erkennbar ist.

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